Erleben: In Thailand heisst «Hüa, hüa!» fast gleich

Vom Elefantenrücken und mit dem Roller zeigt sich der Norden in seiner ganzen Vielfalt.

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Chiang Mai, die zweitgrösste Stadt Thailands, liegt inmitten der Berge. Sie lockt mit prunkvollen Tempelanlagen, pulsierendem Nachtleben und Shoppingmöglichkeiten. Für mich ist sie Ausgangspunkt für eine Rundfahrt mit dem Töff und einen Elefantenritt.

Ausgerüstet mit Proviant, fahre ich westlich Richtung Pai. Vorbei an imposanten Reisterrassen reisend, entdecke ich die üppige Vegetation des Nordens. Unzählige Kurven machen die Fahrt zum Erlebnis. In der ehemaligen Hippiehochburg lasse ich den Tag in einer der vielen Bars bei Live-Musik und in Gesellschaft herzlicher Thais ausklingen.

Mein nächstes Ziel ist die Stadt Mae Hong Son an der Grenze zu Burma. Burmesische Tempel, ein malerischer See und das morgendliche Markttreiben faszinieren. Weiter führt die Reise in den Nationalpark Doi Inthanon mit seinen gewaltigen Wasserfällen und heissen Quellen, in denen man baden kann. Langsam tuckere ich die Strasse zum gleichnamigen Berg hinauf, dem höchsten in Thailand. Innerhalb einer Stunde fallen die Temperaturen um 20 Grad.

Zurück in Chiang Mai, fahre ich per Taxi nach Mae Sapok. Im Elefantencamp des Deutschen Bodo Förster will ich das Elefantenreiten erlernen. Kamüng, ein stämmiger Elefantenbulle, steht direkt vor mir. Fünfzehn Minuten lang spreche ich mit dem Riesen, so dass sich dieser an meine Stimme gewöhnen und meinen Geruch speichern kann. Mit Befehlsformen lerne ich, Kamüng dazu zu bewegen, sich vor mir zu verneigen, damit ich über seinen Kopf aufsteigen kann. Bewaffnet mit einem Elefantenstab setze ich mich in den Nacken des Dickhäuters. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Nach einem lauten «Hua, hua!» («Vorwärts!») und einem kräftigen Schlag auf den Schädel setzt sich der Bulle gemächlich in Bewegung. «Geht doch», denke ich und dirigiere den Elefanten durch Fluss und Dschungel.

Ganz so einfach lässt Kamüng sich doch nicht steuern. Statt zu gehorchen, nascht er lieber Bambus, 200 Kilogramm am Tag. Mit «Kwe, kwe» («Zurück!») ermuntere ich den Dickhäuter immer wieder zum Weitertrotten. Manchmal hilft alles Brüllen, Lenken, Stupsen und Zurückweisen nichts – Elefanten lassen sich kaum stressen.

Publiziert am 09.03.2012 | Aktualisiert am 09.03.2012

Reisetipps

Hinkommen
Mit Zwischenhalt

Über Bangkok mit Thai Airways oder Air Berlin. Abenteuerlustige können auch mit dem Zug von Bangkok nach Chiang Mai fahren – dauert 12–14 Stunden.
www.airberlin.com, www.thaiair.ch

Beste Reisezeit
November bis Mai

In diesen Monaten ist es trocken (25 Grad), Regen fällt nur selten.

Schlafen
Für Travellers

Die Zimmer im Thapae Gate Lodge sind einfach, aber sauber. Mit zwölf Franken pro Nacht ist das Doppelzimmer zudem preisgünstig.
www.thapaegatelodge.com

Elefantencamp
Auf den grauen Riesen reiten
Das Angebot reicht vom zweitägigen «Training-Trip» (270 Franken) bis zum zweiwöchigen «Elefanten-Führerschein-Trip» (2000 Franken).
www.elephant-tours.de

Kulinarik
Kochen wie die Thais
Damit man Pad Thai und Mango Sticky Rice zu Hause nicht missen muss, werden in ganz Chiang Mai unzählige Kochkurse angeboten. 

Einkaufen
Am Nightmarket
Von Kleider über Schmuck bis Kunst: Der tägliche Nachtmarkt in Chiang Mai ist, besonders sonntags, attraktiv und erstreckt sich über mehrere Strassen.

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