Apulien Die Sonne ist schon dort

  • Publiziert: 31.03.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Natascha Eichholz

Im Gutshaus zwischen Gärtnerei und Olivenhain, fernab von allem Halli-Galli, lässt sich «il dolce far niente» herrlich geniessen.

Strahlend weiss scheint uns die Masseria Alchimia entgegen, strahlend auch das Lächeln der Besitzerin Caroline Groszer. Die Schweizerin, die seit fast 20 Jahren in Italien lebt, heisst uns am sonnigen Absatz des Stiefels willkommen.

Aller guten Dinge sind elf: Elf Zimmer hat sie in einer Eremitage aus dem 19. Jahrhundert eingerichtet – alle mit Designermöbeln und Kochnische. Jedes Zimmer verfügt über ein bestechendes Extra, sei es das Turmzimmer mit Blick vom Bett aufs Meer oder die Suite mit Privat-Whirlpool unter freiem Himmel.

Wer sucht, der findet: Ruhesuchende finden zwischen den Jahrhunderte alten, knorrigen Olivenbäumen schlendernd ihren Frieden. Fast schon kitschig-schön ist die Natur: Überall summt und brummt es, Schmetterlinge umtanzen sich, eine leichte Brise weht vom Meer herüber. Sie riecht nach Salz, zieht uns Richtung Strand.

Wie man sich bettet, so liegt man: Im Coccaro Beach Club steht wieder der Genuss im Vordergrund. Im Restaurant gibts neben klassischen Fischgerichten auch Sushi. Während sich ein Masseur Ihres Rückens annimmt, schauen Sie auf einer Liege ruhend auf feinen Sand und ruhiges Wasser.

Dem kann nichts das Wasser reichen: Im Gegensatz dazu peitschen die Wellen nur so gegen die Klippen von Polignano a Mare. Unter den Häusern entstehen so nach und nach Höhlen. Fischer werfen ihre Leinen in die Adria. Das Meeresrauschen betört, nimmt lästigen Alltagsgedanken den Raum. Unzählige malerische Dörfer wie Ostuni, Gallipoli oder Alberobello wollen besucht werden, doch kein Stress: Zwischen Masseria, Strand und Restaurant liegt bereits das Glück.

Jedes Ende ist auch ein Anfang: Beim Abschied vom Gutshaus winkt Ihnen vielleicht noch eine Koryphäe hinterher. Christoph Groszer, früherer Intendant des Opernhaus Zürich, hilft seiner Tochter ab und an, empfängt Gäste oder weist ihnen den Weg zu Sehenswürdigkeiten – oder zum Flughafen.

Reise-Tipps

Hinkommen: Flieger und Auto
Helvetic Airways fliegt täglich von Zürich nach Bari. Dort mietet man einen Wagen.
www.helvetic.com
www.ebookers.ch

Schlafen: Hier will man bleiben
Die Masseria Alchimia liegt bei Fasano. Zimmer kosten zwischen 60 und 245 Euro (75 bis 315 Franken) pro Nacht. Der Zimmerservice durch das Sri Lanker Ehepaar Vasantha und Christoph ist exzellent.
www.masseria-alchimia.it

Essen: Wie bei Mamma
In der kleinen, schwer zu findenden Trattoria Il Cortiletto in Speziale di Fasano kommt die Küche Apuliens auf den Teller. Hausgemachte Taralli oder Fave con cicoria (Saubohnen-Püree).

Ausflüge
Die weisse Stadt Ostuni liegt auf einem Hügel über den Olivenhainen. Essen Sie im Café vor der Cattedrale S. Maria Assunta Gelati. Die Häuser in Ostuni wurden weiss gekalkt, weil sich die Bewohner 1657 so vor der Pest schützen wollten.

Die schönsten Zipfel der Welt
Alberobello ist die Trulli-Hauptstadt. Von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt, stehen die Rundhäuser mit spitzen Kegel-Dächern hier dicht aneinander. Obwohl sich viele Touristen tummeln, sind Alberobello und das Tal der Trulli absolut sehenswert.

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