Sansibar Das Paradies der Düfte

Sansibar weckt Träume aus 1001 Nacht. Nach einem Besuch bleiben vor allem die feinen Düfte in Erinnerung.

  • Publiziert: 10.01.2012, Aktualisiert: 26.01.2012
play Vanille, Zimt und Nelken, exotische Früchte und Gemüse: Ein Markt auf Sansibar ist ein Fest für alle Sinne. (Franz-Marc Frei / Corbis)

«Spice Island» wird Sansibar von Einheimischen und Touristen liebevoll genannt. Auch heute noch duftet es an vielen Orten verführerisch nach Vanille, Zimt und Nelken. Die Gewürze sind das Exportprodukt, mit dem der Archipel bereits seit dem 19. Jahrhundert handelt.

1818 wurde die Gewürznelke von osmanischen Sultanen auf der Insel eingeführt. Das tropische Eiland bot mit seinem fruchtbaren Boden besonders an der Westküste ideale Bedingungen für den Anbau. Sansibar wurde weltweit zum grössten Gewürznelken-Produzenten. Danach wurden auch Zimt, Kardamom und Ingwer eingeführt und auf den Plantagen angebaut.

Gewisse Gewürze und Kräuter dienten damals wie heute nur als Geschmacksverstärker, andere wirken als klassische Helfer in der Naturmedizin. Der Gewürzhandel besitzt längst nicht mehr die ökonomische Bedeutung von damals – viele Farmen haben den Tourismus als Haupteinnahmequelle entdeckt.

Die Tradition des Gewürzanbaus ging trotzdem nicht verloren. Noch immer werden auf den Gewürzfarmen die meisten Arbeiten wie zu Zeiten des Sultans von Hand erledigt. Junge Erntehelfer klettern ungemein flink auf die Bäume, um Früchte und Gewürze zu pflücken. Zur Erntezeit sind wie früher ganze Dörfer mit dem Einbringen, Sortieren und Trocknen beschäftigt – ein einmaliges Spektakel.

Audienz beim Kräuter-Guru

Ein Ausflug für die Sinne ist eine Gewürzreise durch die nördlich von Stone Town gelegenen Plantagen. Beim Besuch einer Gewürzplantage erfährt man mehr über die Kräuter und deren Verwendung. Im Anschluss führt zum Beispiel die Tour von Let’s go nach Bububu zum Haus des bekanntesten Kräuterkenners Sansibars – Mister Madawa. Der Meister persönlich erläutert den Besuchern die Gewürzmedizin. Bei ihm erfährt man, welche Kräuter beispielsweise bei hohem Blutdruck, Diabetes oder Hautproblemen helfen können. www.letsgo.ch

Die beliebtesten Strände

Jugendlich
An der nördlichsten Spitze von Sansibar liegt die Nungwi Beach. Der Name steht für Party, Musik und Spass. Das Durchschnittsalter der Gäste beträgt 18–30 Jahre, und dementsprechend laut und ausgelassen geht es hier zu. Einmal im Monat findet eine Fullmoon-Party statt. Wer endgültig genug vom Festen und Chillen hat, sollte eine Tour auf die südöstlich gelegene Insel Mnemba machen. Ihr fantastisches Korallenriff gehört zu den beliebtesten Tauchspots.

Vielfältig
Die Jambiani Beach liegt im Südosten von Sansibar und ist der längste Strandabschnitt der Insel. Angeschlossen an ein traditionelles Dorf, bietet er eine optimale Infrastruktur, die besonders bei Familien, Honeymoonern und Wassersportlern beliebt ist. Von hier aus starten die grössten Whalewatching- und Tauch-Touren. Sport-Fans kommen besonders auf ihre Kosten: Hochseeangeln, Schnorcheln, Kitesurfen – fast alles ist möglich.

Familiär
Im Nordosten liegt die Matemwe Beach – der ideale Strand für Familien. Schnorcheln ist auch hier möglich – wer unbedingt aktiv Wassersport betreiben möchte, sollte allerdings besser die Jambiani Beach aufsuchen. In unmittelbarer Nähe des Matemwe-Strands finden sich einige grosse Hotels, viele ohne direkten Anschluss ans Meer, dafür aber mit grossen Pools.

Hotels: Budget

Teddys Place ist der perfekte Ort für Backpackers, die den wahren Rhythmus von Sansibar kennenlernen wollen. Charmante Bungalows aus Palmblättern, auch Bandas genannt, stehen hier zur Verfügung. Banda ab US$ 35 pro Nacht. www.teddys-place.com

Hotel: Standard

Die Zimmer des Dhow Palace sind mit orientalischen und einheimischen Möbeln eingerichtet. Highlight ist der fantastische Pool im Innenhof. Für Familien gibt es speziell grosse Zimmer. DZ ab US$ 110 pro Nacht. www.dhowpalace-hotel.com

Hotel: Luxus

Das Spice Island bietet landestypisch eingerichtete Appartements in einem botanischen Garten. Speziell: der 100 m breite Privatstrand und der 32 m lange Swimmingpool. DZ ab US$ 160 pro Nacht. www.spice-island-hotel-resort.com

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