Unterwegs im Waadtland Besuchen Sie die Hauptstadt der alten Helvetier

Aventicum, das heutige Avenches, war mal die grösste und wichtigste Stadt auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Bis sie von den Alamannen gestürmt und geplündert wurde. Doch das kostbarste Stück der Stadt hatten die Alamannen übersehen.

Das römische Amphitheater in Avenches VD wird auch heute noch für Veranstaltungen genutzt. play

Das römische Amphitheater in Avenches VD wird auch heute noch für Veranstaltungen genutzt.

ZVG

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Man kanns kaum glauben, aber: Vor 2000 Jahren war Avenches die grösste Stadt auf dem Boden der heutigen Schweiz. Aventicum hiess die City in der heutigen Waadt damals und war die Hauptstadt des römischen Herrschaftsgebietes Civitas Helvetiorum. Die Helvetier nutzten die strategisch gut gelegene Stadt südwestlich des Murtensees als Handelszentrale. Bis zu 20'000 Menschen lebten hier. Heute sind es nur noch rund ein Fünftel davon.

Seinen Untergang erlebte Aventicum zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert, als die Alamannen mehrmals in die ummauerte Festungsstadt einfielen und sie ausraubten. Der kostbarste Schatz aber blieb aus noch ungeklärten Gründen in der Stadt zurück: die anderthalb Kilo schwere, 33 Zentimeter grosse Goldbüste von Kaiser Marc Aurel. Die plündernden Alamannen hatten sie wohl schlicht vergessen oder sie beim Auszug aus Aventicum aus Versehen liegen lassen.

Ausgestellt ist die Büste im Musée Romain im Turm über dem Haupteingang des wunderschönen Amphitheaters, das die Alamannen-Stürme überstanden hat und sehr gut erhalten ist. Jährlich finden hier verschiedene Festivals statt, zum Beispiel das Rock oz’Arènes mit Musikgrössen aus der internationalen Rockszene. Nebst dem Amphitheater hat auch das römische Theater die Jahrhunderte überdauert. Von den alten Stadtmauern, die auf insgesamt fünf Kilometern Länge Aventicum umzogen und von 70 Wachtürmen unterbrochen wurden, sind jedoch nur noch Ruinen übrig.

Auf einem Spaziergang durch Avenches fühlt man sich dennoch in die alten römischen Zeiten zurückversetzt.

Informationen
www.avenches.ch
www.aventicum.org

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Publiziert am 12.02.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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