Andrea Jansen auf Hawaii Reisen mit Kleinkindern – lohnt sich das?

Die ehemalige Reisemoderatorin Andrea Jansen reiste während 12 Wochen mit ihrer Familie durch Kalifornien und Hawaii und bloggte während der Reise für Blick.ch. Jetzt ist sie zurück.

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«Und, wie war’s?» Natürlich fragen das alle. Die einen mit drei Fragezeichen in den weit aufgerissenen Augen, die anderen mit hochgezogener Augenbraue. Alle haben eins gemeinsam: den brutalen Jetlag, der uns vor allem via Kinder beutelt (Stichwort Legotürme bauen zwischen drei und fünf Uhr nachts), mögen sie uns von ganzem Herzen gönnen.

Andrea Jansen geniesst den Sonnenaufgang auf dem Haleakalā. play
Andrea Jansen geniesst das Reisen – auch mit Kindern. Andrea Jansen

Wie war es? Schön? Ja. Anstrengend? Ja, sehr! Spannend? Auch. Hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall. Wir werden es wieder tun. Einiges genau gleich, ein paar wenige Dinge sicher anders.

Die wichtigsten Erkenntnisse in a nutshell:

Realistische Erwartungen haben
Nein, man sitzt als Eltern nicht jeden Abend entspannt mit einem Gläschen Weissen den Tag rekapitulierend vor einem spektakulären Sonnenuntergang, während der Offspring leise mit Klötzchen spielt. Viel mehr kocht man zur schönsten Tageszeit wieder Mal Hörnli und flucht über den Sand, der auch nach intensivem Bad noch aus den Ohren der Tochter brösmelet - ins Hörnliwasser, natürlich - und kriegt vom Sohn ein Klötzli an den Kopf gepfeffert, weil das so lange dauert mit den Teigwaren. Tiefenentspannung geht anders.

Recherche und Planung
Manchmal lässt man mit zwei kleinen Knöpfen im Schlepptau die Highlights links liegen. Wichtiger sind Spielplätze, familientaugliche (und doch spezielle) Restaurants, Geheimtipps, über die andere Familien bereits gestolpert sind. Hier hilft nur: Destinationsspezifisch Blogs lesen. Im Voraus. Klar kann man das auch spontan vor Ort tun - nur, wenn die Kind 1 im Ferienmodus erst um 22 Uhr ins Bett zu kriegen ist und Kind 2 um fünf Uhr wieder aufstehen will, hat niemand mehr Lust, Ausflüge für den nächsten Tag zu planen.

Spontan bleiben
Pläne sind da, geändert zu werden. Wir haben ab Woche sieben so ziemlich alles umgestellt und unseren momentanen Bedürfnissen angepasst. Wichtig dabei: Die Stornierungsdeadlines für Unterkünfte und Flüge immer im Auge behalten.

Es auch Mal sein lassen
Natürlich kann man mit zwei kleinen Kindern theoretisch alles machen. Will man aber nicht. Beispiel: Shopping am Black Friday. Der Sohn jagte die Verkäuferin mit einem Kleiderbügel, das Töchterli töpelte sich fröhlich mit feuchten Fingern durch die Auslage. Nein, danke, muss nicht sein.

Die Eltern reisen - die Kinder kommen mit
Fast die einschneidendste Erkenntnis unseres Trips: Wohin wir auch gehen - die Kids kommen mit. Weil sie ja müssen. Aber auch, weil sie vor Ort immer etwas finden, woran sie Spass haben. Eine Langzeitreise auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder zu planen, wäre deshalb falsch. Man reist nicht für die Kinder - sondern mit ihnen. Sind wir begeistert, sind sie es auch. Auch beim nächsten Mal.

Mehr zur Reise von Andrea Jansen

Alle bisherigen Blogbeiträge von Andrea Jansen und bald weitere Einträge zum Thema Reisen mit Kleinkindern finden Sie auch auf The Tiny Travelers.

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016
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7 Kommentare
  • Ichiro  Tenno aus Zürich
    07.01.2016
    Wir fliegen diesen Monat auch it unseren Kleinkindern unter 3 Jahren nach Asien. Das geht ohne Probleme und in der Business Class haben sie auch genügend Platz zum verweilen. Haben dies schon ein paar Mal gemacht, weder in den Hotels noch auf den Flügen hatten wir jemals Probleme. Es scheint wohl ein Economy Problem zu sein. Da wird lange auf eine Reise gespart und dann ist eine absolute Nulltoleranz gegenüber allem vorhanden, was seinen "Traumurlaub" stören könnte. Freut euch am Leben!
  • Karin  Schwegler 07.01.2016
    Für die Eltern vielleicht aber für die anderen Flugpassagiere sicherlich nicht. Nichts schöneres als 8-12h Gebrüll auf dem Nachbarssitz.
  • marcel  such aus Basel
    07.01.2016
    Da ich selber mal 8 Jahre in Malaysia gelebt habe, sind wir auch schon mit unseren Kindern mehrmals in Asien gewesen. Mit 2 Jahren ging das sehr gut. Mit 5 war es ein sichtbar tolles Erlebnis, doch Herr Moser, die kleinen können es geniessen, sogar meine 2 Jährige war sprachlos als sie das 1 mal vor dem Petronas Twin Tower stand , ausserdem bekommt man in den 4 bis 5 Sterne immer mal wieder kostenlose Suite upgrades und andere Benefits. Wir gehen sich nächstes Jahr wieder nach Asien mit allen
  • Fredi  Moser aus Zürich
    06.01.2016
    Grosse Auslandsflugreisen mit Kindern unter 8 Jahren sind absolut sinnlos. Das Kind kann es kaum geniessen, die Eltern sowieso nicht. Und später erinnert es sich nicht. Solche Reisen sind reiner elterlicher Egoismus.

    Das könnte mir eigentlich egal sein, wenn diese Bälger und Schreihälse nur nicht in meinen Flieger sitzen würden...
  • Waldemar  Hugentobler aus Dietikon
    06.01.2016
    Teure Ferien mit Kleinkindern sind sinnlos.
    Vor allem auch, weil die Kinder die Erinnerung sowieso nicht behalten werden. Wenn man es nicht einfach vörig hat, verschiebt man grosse / teure Ferien lieber auf die Zeiten, an die sich die Kinder auch mal erinnern können.
    Vor allem ist es dann auch weniger nervenaufreibend für die Eltern.