Andrea Jansen auf Hawaii Ferienfotos - und wie es wirklich ist

Der schöne Schein will gewahrt sein: Andrea Jansen über den Trick mit den Ferienföteli.

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Sandburgen, strahlende Eltern. Unsere Ferienfotos könnten neidisch machen (Tun sie auch, wie wir regelmässig aus der nebligen Heimat gefeedbackt kriegen). Fehlt nur noch die Videosequenz, in der wir als braungebrannte Vorzeigefamilie weiss gewandet der Brandung entlang hüpfen und sich unsere seeligen Kinder an den Händchen halten, während sie den Sonnenuntergang bestaunen.

Reisen ist anstrengend - allein, zu zweit, in der Gruppe. Man muss sich das befriedigende Gefühl, einen weiteren Flecken dieser Erde ansatzweise entdeckt zu haben, verdienen.

Wir reisen zur Zeit mit unseren zwei kleinen Kindern Nils (3) und Noomi (1) durch L.A. und Hawaii und verbringen eine wunderschöne Zeit - aber nicht nur. Unter uns: Es ist anstrengender, als ich dachte.

Die Fotos, die wir nach Hause schicken, haben ähnlich viel mit der Realität zu tun wie die Rüebliauswahl im Globus mit der tatsächlichen Ernte. Selten drücken wir ab, wenn sich unser kleiner Mann zwischen Liegestühlen mit geballten Fäusten hinstellt und lauter kreischt als jedes amerikanische Feuerwehrsirene, weil er KEI-NE BADE-HOSEN AN-ZIE-HÄÄÄÄN WILL!! Wir haben keinen Finger frei zum Knipsen, wenn unser Töchterli während dem Znacht im Restaurant wahlweise Papi oder Mami als mobiles Klettergerüst (respektive Gumpiburg) missbraucht und den Kindersitz verächtlich wegkickt. Es gibt keine Fotos von uns Eltern, wie wir uns auf die Kappe geben, weil nun auch noch der letzte vom Kind akzeptierte Nuggi irgendwo liegen geblieben ist.

Das Gute daran: Wir werden diese undokumentierten Momente vergessen und uns dankbar an die Zeit erinnern, die wir gemeinsam verbringen dürfen. Die Schönsten halten wir fest und schicken sie nach Hause.

Wer auch eine Reise plant und seine Liebsten nur mit den schönen Momenten torpedieren will, kann es uns gleich tun:

• Für unsere Familie und Freunde haben wir einen Stream auf der iCloud-Fotofreigabe von Apple eingerichtet.

• Mit Day One schreibe ich auch zu Hause stichwortartig Tagebuch. Mit Fotos, Ortserkennung und Tags für wichtige oder wiederkehrende Momente.

• Mit der gratis Post Card Creator App von der Post kann man pro Tag eine Postkarte mit persönlichem Foto verschicken. Gibt’s für iOs und Android.

• Layout , eine Gratisapp, verbindet einzelne Fotos schnell zu einer Collage.

Die ehemalige Reisemoderatorin Andrea Jansen twittert und instagramt als @jansenreistrum.

Publiziert am 02.11.2015 | Aktualisiert am 27.12.2016
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11 Kommentare
  • Kellerhans  Pascal 03.11.2015
    Jetzt noch ein unbedeutender Bericht über die Einkaufsgewohnheiten von Christina Surer und ich drehe durch ....
  • Gino  Keller aus Interlaken
    03.11.2015
    Mehrfach bereiste ich mit meinen Kindern ab 8 Jahren von den Philippinen aus Europa und USA. Sind sie älter lernen, verstehen und behalten mehr von diesen nicht günstigen Investitionen. Mit Kleinkindern hat man selber weniger Möglichkeiten, mehr Stress und ausser den Fotos bleibt nichts... nebenbei ist es eine Belastung für die kleinen die darauf prompt reagieren und somit vielen auf den Keks gehen. Den Kleinen ist es egal ob der Sand zum spielen im Heimatland oder 20000km weiter weg ist!
  • Hubert  Schoch 02.11.2015
    kann man denn nicht einfach abwesend sein ohne das der Heimat mitzuteilen?
  • Kurt  Meier aus Sins
    02.11.2015
    Muss wohl jeder selber entscheiden oder erfahren ob man mit kleinen Kids solche Welt-Reisen machen will. Für das Umfeld wird es höchstens zur Belastung, wenn man im gleichen Flieger sitzt und die kleinen nur noch schreien.
  • Ann Sophie   Leopoldsky aus Zürich
    02.11.2015
    Wer ist Andrea Jansen?