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Die Idee für den Mammut-Marathon entstand sozusagen aus Langeweile: Extrem-Sportler Richard Donovan war gerade auf der russischen Polarstation Nowo in der Antarktis mit der Organisation eines Marathons beschäftigt. Weil er keine Lust hatte, danach direkt zurückzufliegen, fasste er kurzerhand den Entschluss: «Ich nehme den langen Weg nach Hause.»
Er stellte eine Route zusammen, bat seine Marathon-Kollegen auf der ganzen Welt, alles zu organisieren, und startete.
Erst schlottern, dann schwitzen
Nach dem ersten Lauf in der Antarktis stieg Donovan sofort ins Flugzeug und rannte am nächsten Morgen in Südafrika die zweiten 42 Kilometer. Donovan: «Minus 20 Grad in der Antarktis gegenüber 28 Grad in Kapstadt. Das war hart.»
Die nächste Etappe absolvierte der Marathon-Mann in Dubai. Von dort gings weiter nach London und dann nach Toronto. Ein kanadischer Helfer: «Er kam. Er rannte. Er duschte. Er feierte. Er flog weiter.» Sein zweitletztes Ziel hiess Santiago in Chile, den Schlussspurt legte er in Australien hin.
Antarktis, ich komme wieder!
«Ich fühle mich grossartig. Mir tun nicht mal die Beine weh», sagte Donovan, als er in Sydney im Ziel ankam. Rückblickend musste er nur mit einem Problem kämpfen: «Der Schlafmangel machte mir zu schaffen. Ich flog immer Economy, konnte mich also kaum erholen.»
Andreas Gösele, Leiter des Swiss Medical Centers in Basel, hat vor Donovans Leistung grossen Respekt: «Für den Bewegungsapparat ist das eine gewaltige Belastung.»
Nach dem irren Run hat Donovan schon die nächste schräge Idee: «Ich möchte durch die ganze Antarktis rennen. Das hat noch nie jemand gemacht.»