Szenario 4: Angst-Schweiz
Medianlohn 5000 Franken/Monat
Arbeitslosigkeit 8 %
Einwohnerzahl 7,9 Mio.
Bevölkerungswachstum durch Einwanderung 0/Jahr
Referenzzinssatz für Mietwohnungen 3 %
Wohnungsbelegung 2,5 Personen
Geburtenrate 1,2 Kinder/Frau
Die Schweiz verarmt: Die Löhne sinken, die Arbeitslosigkeit steigt. Die Leute haben Mühe, ihre Miete zu bezahlen. Fast jeder unterhält irgendwo einen Garten und versucht sich als Selbstversorger. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist prekär: Wohnungen sind teuer, klein und überfüllt – trotz ausufernder staatlicher Eingriffe. Den Schweizern gehts immer schlechter, und sie haben berechtigte Angst, dass es ihnen bald noch schlechter gehen wird. In ihrer Wohnung richten sie darum rückwärtsgewandte Idyllen ein – neue Möbel sehen aus wie aus dem 19. Jahrhundert, auf Tischen und Kommoden liegen gehäkelte Schutzdecken. Vieles ist selbst gemacht, von den Möbeln bis zur notdürftigen Instandstellung der ganzen Wohnung. Das Schutz- und Sicherheitsbedürfnis ist so gross, dass viele Eltern das Kinderzimmer mit Schaumstoff auskleiden, damit sich die Kleinen nicht verletzen können.