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Die Makrobiotik basiert auf einer fernöstlichen Philosophie. Dabei versucht man herauszufinden, welche Eigenschaften und Energien verschiedene Lebensmittel haben und wie man sie für das körperliche Gleichgewicht einsetzen kann. Yin und Yang stehen dabei im Mittelpunkt. Sie sind der Schlüssel, um die Persönlichkeit der essbaren Speisen sowie die eigenen körperlichen Bedürfnisse zu erkennen und zu verstehen.
So sind zum Beispiel Früchte aus klimatisch heissen Gegenden wie Bananen oder Kiwi stark Yin-lastig. Dies hat einen kühlenden Effekt auf den Körper und kann zu Energiemangel oder Kälte führen. Für überaktive Menschen kann dies aber auch beruhigend sein.
Als Basis gelten Vollkorngetreide, möglichst in ganzen Körnern gekocht. Dazu werden Gemüse, Hülsenfrüchte sowie Nüsse, Samen, Meeralgen, Wildkräuter oder saisonales Obst empfohlen. Bei den tierischen Produkten fällt die bevorzugte Wahl auf Fisch oder Schalentiere. Fleisch, Milch, Milchprodukte und Zucker sind zu meiden, da sie als Hauptverursacher für die Zivilisationskrankheiten gelten.
Durch die Haltung gegenüber tierischen Nahrungsmitteln ist die Makrobiotik sehr umstritten. Fachexperten raten vor allem bei Kindern und Personen mit hohem Nährstoffbedarf von der makrobiotischen Ernährung ab. Nach der strengsten Lehre würden noch Reis, Algen, Nüsse und einheimisches Obst übrig bleiben. Doch sind die Regeln in der heutigen Zeit angepasster und breiter ausgelegt. Auch aus makrobiotischer Sicht sind Extremhaltungen fehl am Platz.
Eine Umstellung bedingt sicherlich eine ausreichende Auseinandersetzung mit dieser Lehre. Zudem nimmt man von alten traditionellen Essmustern weitgehend Abschied, wählt achtsamer seine Nahrungsmittel aus und bereitet diese mit grösster Sorgfalt zu. Dies kann sich mit dem Zeitgeist unserer heutigen Gesellschaft reiben, bedeutet aber nicht, dass man von einem Ausprobieren gänzlich abraten soll.