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Hedgefonds haben einen miserablen Ruf. Sie gelten als Teufelszeug, als Inbegriff einer Hochrisiko-Anlage. Doch das ist Mumpitz.
Bei Hedgefonds gilt allerdings das Gleiche wie anderswo: nicht alle Eier in den gleichen Korb legen. Das taten Sie auch nicht. Der Matterhorn der Luzer-ner Bankier-Familie Reichmuth ist ein sogenannter Dachfonds: Er investiert in eine ganze Reihe verschiedenartiger Hedgefonds.
Sie erwischten aber einen sehr ungünstigen Einstiegszeitpunkt. Mitte 2007 war der Anfang der schwersten Finanzkrise seit 80 Jahren. Die setzte auch dem Matterhorn-Fonds stark zu. Das heisst nicht, dass er in den letzten zwei Jahren im Vergleich mit anderen Dachfonds schlecht abgeschnitten hätte.
Übers Ganze gesehen – seit Lancierung im Juni 2001 bis heute – legte er sogar eine beeindruckende Performance hin.
Umso bedauerlicher ist es, dass Reichmuth den Fonds nun in Schritten liquidiert. Es gibt allerdings Alternativen, zum Beispiel den RMF Global Hedge Fund.
Von ihm können Sie das Glei-che erwarten wie von anderen guten Dachfonds: Längerfristig werfen sie mehr ab als Obligationen, aber weniger als Aktien. Gleichzeitig sind sie volatiler als Obligationen, aber weniger schwankungsanfällig als Aktien.
Dach-Hedgefonds sind also «etwas dazwischen» und kommen im Portefeuille als Beimischung in Frage. Für Anleger mit einem guten Obli-Aktien-Mix sind sie aber kein Muss.
Da sie (unverdientermassen) einen schlechten Ruf haben, können ihnen in Krisenzeiten sogar zusätzliche Probleme erwachsen – etwa wenn Anleger massenweise Geld zu-rückziehen. Wer ein Obligationen-Aktien-Portefeuille hat, sollte zuerst in Immobilienfonds diversifizieren.