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Positiv finde ich, dass Sie die 18 000 Franken in Fonds stecken wollen. Mit Einzeltiteln könnten Sie nie und nimmer eine genügende Diversifikation erreichen.
Andererseits halte ich sechs Fonds bei einem Investitionsvolumen von 18 000 Franken für übertrieben viel. Eine der gröss-ten Gefahren beim Geldanlegen ist, sich zu verzetteln, bei allem und jedem dabei sein zu wollen. Man sollte sich vielmehr eine klare Strategie zurechtlegen und dann konsequent durchziehen – je einfacher sie ist, umso besser. Mehr als drei, vier Fonds brauchen Sie nicht.
Sie sind bereit, Ihr Geld extrem aggressiv anzulegen: 83 Prozent in Aktien, weitere 8,3 Prozent in die sehr volatilen Rohstoffe. Offenbar gehen Sie davon aus, dass die Aktienbörsen ein grosses Aufwärtspotenzial aufweisen.
Wer so aggressiv vorgehen will wie Sie, braucht gute Nerven.
Das ist zwar nicht falsch. Aber alles ist eine Zeitfrage. Vielleicht dauert es noch viele Jahre, bis die Börsen nachhaltig nach oben gehen. Vielleicht kommt es vorerst noch einmal zu einem schlimmen Einbruch. Wer derart aggressiv vorgehen will wie Sie, muss Nerven wie Stahl haben und eine Engelsgeduld.
Sie sollten sich nicht von tiefen Gebühren blenden lassen.
Es stimmt, wenn Sie Fonds Ihrer Bank oder von Swisscanto kaufen, profitieren Sie von tiefen Courtagen und Depotgebühren. Doch davon sollten Sie sich nicht blenden lassen. Viel mehr ins Gewicht fallen die jährlichen Verwaltungskommissionen der Fonds. Bei den meisten von Ihnen anvisierten Fonds sind die sehr hoch: 1,3 bis 2,2 Prozent.
Ich rate Ihnen, kostengünstige Exchange-Traded Funds (ETF) zu kaufen. Zum Beispiel einen für Schweizer Aktien, einen für internationale Aktien sowie einen für Immobilien, den Immit. Und dann würde ich mir überlegen, nicht doch auch Obligationen hereinzunehmen. Das ist ebenfalls mit einem ETF möglich.