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Ihr Freund hat recht: Stoppt man rechtzeitig vor einer Operation das Rauchen, verbessert das die Chancen auf eine problemlose Heilung erheblich. Denn: Raucher haben während und nach chirurgischen Eingriffen öfters mit Komplikationen zu kämpfen, etwa mit Durchblutungsstörungen und Herzrhythmusstörungen. Oft verzögert sich auch die Wundheilung, deshalb müssen Raucher im Schnitt länger im Spital bleiben als Nichtraucher.
Zur Erklärung: Die verschiedenen Körpergewebe werden bei Rauchern schlechter durchblutet, was den Genesungsprozess nach Operationen verlangsamen kann. Wie es dazu kommt? Wenn Sie rauchen, nimmt in Ihrem Blut die Menge an Kohlenmonoxid und Nikotin zu. Dadurch verringert sich der Sauerstoffgehalt. Sauerstoff ist aber ganz besonders wichtig für die Wundheilung. Das wird als Hauptgrund erachtet.
«Wer nicht aufhören kann, sollte zumindest auf einen Ersatz umsteigen.»
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Wer die Zigarette definitiv zur Seite legt, kann das Risiko für Wundheilungsstörungen mehr als halbieren. Am besten wäre es, wenn Sie vier bis sechs Wochen vor der Operation damit aufhören.
Wahrscheinlich fällt Ihnen dieser Schritt aber gerade jetzt schwer – mit der bevorstehenden Operation vor Augen. Sollten Sie es nicht schaffen, völlig auf Zigaretten zu verzichten, ist eine Ersatztherapie eine gute Alternative. Dafür bieten sich Nikotinpflaster oder – kaugummis an. Sie lindern Entzugserscheinungen, enthalten aber weniger Nikotin als Zigaretten – und erhöhen den Kohlenmonoxidgehalt im Blut nicht.
Übrigens: Alkohol nimmt ähnlichen Einfluss. Wer täglich mehr als drei Gläser Bier oder zwei bis drei Gläser Wein trinkt, erhöht dadurch die Gefahr, nach einem Eingriff Blutungen, Infektionen, Herzrhythmus- oder Wundheilungsstörungen zu erleiden. Deshalb sollte man in den Wochen vor einer Operation den Alkoholkonsum deutlich verringern.