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Dass die Muskelmasse im Alter abnimmt, ist allgemein bekannt. Man geht davon aus, dass uns bis zum 80. Lebensjahr rund 30 Prozent an Muskeln verloren gehen. Die Abnahme bleibt aber oft unbemerkt, vorab bei übergewichtigen Menschen. Denn viele Alltagstätigkeiten kann man auch mit geringer Muskelmasse bewältigen.
Muskelschwäche im Alter kann aber gefährlich sein, sie führt häufig zu Stürzen. Die Folgen: Frakturen und Spitalaufenthalte, als Komplikationen können Thrombosen oder Lungenentzündungen auftreten.
Ein Hinweis für eine so genannte Sarkopenie (Muskelschwund) ist ein Wadenumfang von weniger als 31 Zentimetern. Es gibt auch einen Test, um Einschränkungen der Beweglichkeit zu prüfen: Man misst die Zeitdauer, die ein Patient braucht, um von einem Stuhl mit Lehne aufzustehen, drei Meter vor- und zurück zu gehen und sich wieder zu setzen. Gemäss Experten deutet eine Dauer von mehr als 14 Sekunden auf eine eingeschränkte Gangsicherheit hin – ab 20 Sekunden ist die Mobilität eingeschränkt.
Doch dagegen kann man durchaus etwas tun. Muskelkraft und Beweglichkeit lassen sich selbst im Alter durch sportliche Betätigung steigern. Versuchen Sie, Ihren Vater zu motivieren, sich fünf Mal pro Woche eine halbe Stunde körperlich zu betätigen: Schon normale Garten- und Hausarbeit, häufiges Treppensteigen, Nordic Walking oder ausgedehnte Spaziergänge stärken die Muskelkraft.
Sehr empfehlenswert ist auch ein dem Alter angepasstes Krafttraining – in Fitnesszentren halten sich immer mehr ältere Menschen fit. Das kann wahre Wunder wirken.
Wichtig ist auch eine gesunde Ernährung. Ihr Vater soll darauf achten, dass seine Muskeln genügend Eiweiss erhalten, will er durch Krafttraining mehr Muskelmasse aufbauen. Und: Eine ausreichende Einnahme von Vitamin D kann das Risiko für gefährliche Stürze im Alter senken.