Schweizer sind pornosüchtig

  • Publiziert: 16.04.2007, Aktualisiert: 03.01.2012
  • von reto kohler und samuel reber

ZÜRICH – Die Schweiz im Pornorausch! Eine exklusive Umfrage von BLICK zeigt: 3 von 4 Schweizern ziehen Pornos rein. Aber viele haben Angst vor der Sucht.

Der Ansturm war extrem! In wenigen Stunden nahmen knapp 15000 Schweizerinnen und Schweizer an der grossen Porno-Umfrage auf Blick Online teil.

Das Ergebnis schockiert. 3 von 4 Schweizern geben zu, dass sie Pornos konsumieren. Die meisten davon im Internet. 60 Prozent ziehen sich mindestens einmal pro Woche einen Sex-Streifen rein. Und fast 20 Prozent sogar täglich!

Die Resultate entsprechen den Erwartungen internationaler Internet-Experten. Manche Fachleute schätzen, dass global 3 von 4 Downloads im Web pornografischer Natur sind.

«Ich halte diese Zahlen für realistisch», sagt BLICK-Sex-Expertin Eliane Schweitzer. In ihrer Beratungstätigkeit bei BLICK ist sie immer wieder mit dem Problem konfrontiert. «Viele Frauen beklagen sich, dass die Männer nur noch vor dem Computer sitzen und Pornos runterladen.»

Highlife im Cyberspace. Im realen Bett herrscht dagegen Ebbe. Die Schweizer sind sich der Dramatik dieser Situation durchaus bewusst. Auch das zeigt die BLICK-Umfrage. Knapp die Hälfte meint, Pornos würden unsere Gesellschaft verändern.

Und wiederum die Hälfte befürchtet, dass Pornos süchtig machen. Die Angst ist berechtigt. Vor allem Jugendliche müssen immer mehr wegen ihrer Pornosucht behandelt werden.

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KOMMENTAR

Die sexuelle Revolution passiert im Cyberspace
Von Von Reto Kohler,
Wissenschaftsredaktor

Die erste sexuelle Revolution des Jahrtausends ist virtuell. Sie findet im Internet statt. Wer sich die einschlägigen Websites schon mal angesehen hat, der weiss, dass es keine Form der menschlichen Sexualität gibt, die im Netz nicht abgebildet ist.

Männliche Geschlechtsteile so lang wie Polizeiknüppel. Analverkehr bis der Arzt kommt. Gruppensex im Freibad. Oraler Verkehr in der U-Bahn. Eine Schamgrenze gibt es im Internet schon lange nicht mehr. Fast 80 Prozent aller Schweizer wissen, wovon die Rede ist. Das zeigt eine BLICK-Umfrage.

Sittenwächter kommen zu spät. Der Sex-Boom im Web kennt keine Grenzen. Er ist global. Niemand kann ihn stoppen. Deshalb ist eine neue Diskussion über die langfristigen Folgen des Pornobooms fällig. Und wir müssen verstehen, dass gerade in Zeiten der totalen Sex-Flut ein Wort besonders erotisch sein kann: nein.

Top 3

1 Position L: Löffelchenbullet
2 Wir trauern BLICK-Sexberaterin Eliane Schweitzer ist totbullet
3 Position D: Doggy-Stylebullet

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