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Andrea spielte in einem Porno mit. (Louis Quail/Corbis)
Sex gehört zu meinem Tagesgeschäft, ganz klar. Trotzdem habe ich wie jeder Mensch erotische Wünsche und Träume, die ich ausleben möchte. Eine meiner Fantasien habe ich vor kurzem in Realität ausleben können: Ich spielte in einem Pornofilm mit.
Inspiriert hat mich die «Geschichte der O», ein Klassiker im Bereich der Erotikfilme. Er zeigt die grosse Leidenschaft, heisse Lust und erregende Bilder. Leider findet man das in Pornofilmen nur selten. Stattdessen wirken die Schauspielerinnen künstlich und agieren wie Roboter. Alles andere als geil.
Für mich war darum klar: Mein Traum ist eine «Geschichte der S» – ein erotischer Film, der Frauen und Männer anspricht. Also begann ich zu recherchieren, knüpfte übers Internet Kontakt mit einer Firma und traf mich einige Male mit dem Produzenten. Er fand mich sexy und doch sehr natürlich. Beides passte zu seiner Filmidee.
So kam es zu meiner ersten Filmrolle. Ich hatte schon mehrmals Sex vor anderen Leuten, zum Beispiel in Clubs. Doch der Dreh war noch eine Stufe schwieriger. Da gibt es nicht nur stille Zuseher. Die Scheinwerfer leuchteten grell, fünf Leute standen um mich herum und beobachteten mich mit kritischen Blicken.
Zuerst drehten wir ein Vorstellungsgespräch. Dabei sollte ich mich selber streicheln und an mir herumspielen. Damit es natürlich und erotisch aussieht, musste ich mich aber richtig darauf einlassen können. Mein Trick: Ich suchte mir unter den Anwesenden den männlichsten und dominantesten Typen aus und fixierte ihn mit meinen Blicken. Dem wollte ich es so richtig zeigen. Was ich kann und wie geil ich bin.
Und siehe da: Ich konnte mich richtig gehen lassen. Die Zuschauer und Scheinwerfer waren vergessen. Der Produzent war sehr zufrieden mit mir. Kein Wunder, meine Erregung musste ich ja nicht spielen.