«Öffnen Sie doch bitte mal Ihren Koffer.» In 2305 Fällen endete diese Aufforderung des Zolls mit dem Gang zum Abfallkübel. Alleine in den letzten sieben Monaten wurden am Flughafen Zürich 6510 Kilo Lebensmittel konfisziert und vernichtet. Darunter 32 Kilo Bushmeat (Fleisch von Wildtieren), das ein Reisender illegalerweise in seinem Koffer hatte. Was aber darf aus dem Ausland mit nach Hause?
- Fleisch: Auch wenn das Steak in den USA noch so gut schmeckte, US-Beef muss in den Staaten bleiben. Aufgrund der Gefahr von Tierseuchen sind Fleisch, Eier, Milch und andere Produkte tierischer Herkunft von Ländern ausserhalb der EU nicht zur Einfuhr erlaubt. Aus EU-Ländern und Norwegen hingegen dürfen pro Person 500 Gramm Fleisch mitgenommen werden. Noch besser sieht es mit spanischem Jamon aus. Von geräuchtem oder getrocknetem Fleisch dürfen 3,5 Kilo pro Person mit in den Koffer. Vorausgesetzt, sie sind für den privaten Verzehr gedacht.
- Gefälschte Markenartikel: Die gefälschte Rolex und die Louis-Vuitton-Tasche für 50 Franken sind spätestens am Zoll kein guter Deal mehr. Sie werden eingezogen und vernichtet. Die Fälschungsindustrie ist Teil des organisierten Verbrechens, zerstört Arbeitsplätze und kümmert sich weder um Umwelt- noch Sozialstandards.
- Streunender Hund: Wer den treuherzigen Ferienfreund nach Hause nehmen möchte, kontaktiert am besten noch aus dem Ausland das Bundesamt für Veterinärwesen. Denn je nach Herkunftsland des Tieres gelten unterschiedliche Bestimmungen. Mal ist ein Bluttest, mal eine spezielle Bewilligung notwendig.
- Pflanzen: Weniger kompliziert sieht es bei pflanzlichen Souvenirs aus. Das Zitronenbäumchen vom Markt in Italien kann gefahrlos in die Schweiz eingeführt werden. Wer aber ausserhalb der EU (und Norwegen) in den Ferien war, darf keine Pflanzen, Bäume oder Sträucher importieren. Denn sie können Träger von gefährlichen Schadorganismen sein.
- Muscheln: Sie sind fast in jedem Souvenirshop erhältlich – und dort bleiben sie am besten auch. Verschiedene Muschel- oder Korallenarten sind vom Aussterben bedroht und dürfen nicht eingeführt werden. Auch Muscheln, die am Strand gefunden werden, können unter Artenschutz stehen und schon bei der Ausreise aus dem Ferienland zu Problemen führen.
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