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Der HbA1c-Wert ist quasi das Langzeitblutzucker-Gedächtnis des Menschen. Er zeigt an, wie hoch der durchschnittliche Blutzucker-Wert der letzten zwei bis drei Monate war.
Der Test misst – im Gegensatz zur Blutzuckermessung – keine Zuckerkonzentration. Er gibt vielmehr den prozentualen Anteil des «verzuckerten» Blutfarbstoffs (Hämoglobin) an. Denn der Zucker (Glukose) geht im Blut mit dem Hämoglobin der roten Blutkörperchen eine feste Verbindung ein.
Je höher folglich der Blutzucker ist, umso mehr HbA1c entsteht. Da die roten Blutkörperchen nur etwa 100 Tage leben, spiegelt die HbA1c-Messung die Zuckerkonzentration der letzten drei Monate.
Der Test gibt also tatsächlich Auskunft darüber, wie gut der Diabetes Ihres Mannes eingestellt ist.
Diabetiker sollten die Messung zwei- bis viermal pro Jahr von ihrem behandelnden Arzt durchführen lassen. Gesunde Menschen haben einen HbA1c-Wert zwischen 4,5 und 6,5%. Bei Diabetikern liegt der Zielwert zwischen 6 und 7%.
Ist der Wert höher, deutet das auf einen dauerhaft zu hohen Blutzuckerspiegel hin, was zu Schädigungen von Gefässen (diabetischer Fuss), zu Augenerkrankungen (Retinopathie) und Nervenschädigungen (Neuropathie) führen kann.
Diverse Studien zeigen, dass die Korrektur eines erhöhten HbA1c-Spiegels das Risiko für Diabetes-Spätfolgen verringert und die Lebensqualität der betroffenen Menschen erhöht. Es ist also durchaus wichtig, dass Ihr Mann diesen Wert regelmässig bei seinem Hausarzt kontrollieren lässt.
Die Blutzucker-Selbstkontrolle allein genügt nicht, um auf Dauer gut eingestellte Blutzuckerwerte zu erzielen. Diabetiker sollten genauso sorgfältig auf ihren HbA1c-Wert achten wie auf ihr Gewicht, ihren Cholesterinwert oder ihre Blutdruckwerte.
Denn oft wird unterschätzt, dass die Zuckerkrankheit die vierthäufigste krankheitsbedingte Todesursache ist.