Suchtgefahr Internet

  • Publiziert: 20.10.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

BERN – Wer zuviel im Internet surft, kann süchtig werden. Rund 70'000 Schweizer sollen bereits davon betroffen sein.

Viele von uns sitzen täglich mehrere Stunden vor dem Bildschirm. Es gehört zu ihrem Job. Doch immer mehr Menschen verbringen auch einen Grossteil ihrer Freizeit vor dem Computer. Sie surfen im Internet.

Das kann soweit gehen, dass sie süchtig werden. Vor allem Online-Spiele sowie Chatrooms und Pornoseiten bieten hohes Suchtpotential. Die Symptome seien vergleichbar mit einer Alkohol- oder Drogen-Sucht.

Jetzt warnt die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) vor dem übermässigen Surfen: Haltungsschäden, Sehschwierigkeiten, Kopfschmerzen oder gestörtes Essverhalten können mögliche Folgen sein. Dazu kommen negative soziale Folgen. Wer sich vor dem Computer verschanzt, gefährdet seine Beziehungen.

Eine bedeutende Suchtgefahr geht von Angeboten aus, welche die Benützer stark an sich binden. Wer süchtig ist, verliert die Kontrolle und will immer länger online bleiben. Bei Entzug reagieren die Betroffenen mit Nervosität und Aggression. meldet die SFA. Als onlinesüchtig gelten Leute, die mehr als 35 Stunden pro Woche ausserberuflich im Internet verbringen.

Besonders gefährdet sind Jugendliche. Sie können sich weniger kontrollieren als Erwachsene. Jugendliche und Kinder müssen einen kontrollierten Umgang mit dem Internet lernen, empfiehlt die SFA. Dies könne über klare Regeln geschehen. Wichtig sei aber auch, dass Jugendliche ihre Freizeit ohne Internet gestalten können. (SDA/zum)

play Vorsicht: Wer zuviel surft, kann süchtig werden. (Keystone)

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