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Forscher der Universität von Edinburgh haben die Krankheitsakten von 663 Patienten ausgewertet, die in der Lebertransplantations-Abteilung der Universitäts-Klinik landeten. Ergebnis: 161 der Betroffenen hatten über längere Zeit höhere Dosen Paracetamol zu sich genommen, als empfohlen.
Nur schon eine leicht erhöhte Dosis reichte bei manchen aus, um schleichend eine gefährliche Überdosis herbeizuführen. Die Folge: Schäden an Leber, Nieren, Hirn und Atemprobleme.
Besonders Patienten mit chronischen Schmerzen neigen laut den Forschern dazu, eigenmächtig die Medikamenten-Menge zu erhöhen. Landen sie schliesslich mit einer Paracetamol-Vergiftung im Spital, ist diese für die Ärzte nicht auf den ersten Blick erkennbar. Denn anders als bei einer einmaligen, massiven Überdosierung lassen sich schleichende Überdosierungen in der Blutanalyse schwerer erkennen.
Der Rat der Experten: «Wenn jemand Schmerzen hat und Paracetamol nicht hilft, sollte er lieber mit seinem Arzt nach Alternativen suchen, anstatt einfach die Dosis zu erhöhen.»
Veröffentlicht wurde die Studie im «Journal of Clinical Pharmacology». (gsc)
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Paracetamol kommt nicht nur in Panadol vor, sondern auch in anderen Schmerz- und Grippemitteln. (Sabine Wunderlin)