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Neurologen der Universität von Harvard haben einen Versuch mit 67 Menschen durchgeführt, die an einer Vorstufe zur Demenz leiden. Sie statteten die Hälfte der (nichtrauchenden) Studienteilnehmer mit Nikotin-Pflaster aus, die andere Hälfte erhielt Placebos. Bei der sogenannten Doppelblind-Studie wussten weder die Probanden noch die Ärzte, wer ein echtes Nikotin-Pflaster erhielt und wer nicht.
Ergebnis nach sechs Monaten: Bei den Studienteilnehmern mit den echten Nikotin-Pflastern stieg die dem Alter angemessene Gedächtnisleistung um 46 Prozent an. In der Placebo-Gruppe nahm die Gedächtnisleistung hingegen um 26 Prozent ab. Die Nikotin-Fraktion schnitt auch bei Aufmerksamkeits-Tests besser ab als die Kontrollgruppe.
Die Wissenschaftler erklären den Effekt damit, dass Nikotin die Nervenzellen stimuliert und damit deren Absterben verzögert. Allerdings warnen sie vor Selbstversuchen – und davor, aufgrund der Versuchsresultate mit dem Rauchen zu beginnen. Denn: Rauchen schadet bekanntlich, und Nikotin sollte man gemäss den Experten nur unter Aufsicht eines Arztes verabreicht bekommen. (gsc)
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Nikotin-Pflaster können mehr, als man gedacht hat. (Keystone)