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Seit einigen Wochen fühle ich (28) mich schwach und müde und nicht mehr so leistungsfähig wie auch schon. Ich dachte zuerst, es sei bloss eine Frühjahrsmüdigkeit, die schnell wieder vorbeigeht. Ich bin auch zunehmend gereizt und kann nicht mehr so gut einschlafen. Ich habe sehr starke Monatsblutungen — kann das damit zusammenhängen? Tanja S.
Ihre Symptome lassen einen Eisenmangel und somit eine Anämie (Blutarmut) vermuten. Diese Diagnose muss allerdings erst durch eine Blutuntersuchung bestätigt werden.
Eisen ist ein für den menschlichen Organismus lebenswichtiges Spurenelement, das vom Körper nicht selber produziert werden kann. Nur mit Hilfe des Eisens, das im Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) gespeichert ist, wird Sauerstoff von den Lungen in die Gewebe transportiert.
Frauen leiden häufig unter Eisenmangel
Pro Tag geht etwa 1 mg Eisen über den Magen-Darm-Trakt verloren und muss durch die Nahrung wieder aufgenommen werden.Stimmt das Verhältnis von Eisenabgabe und -aufnahme nicht, entsteht ein Mangelzustand. Besonders Frauen haben häufiger Eisenmangel, da sie jeden Monat mit dem Menstruationsblut zusätzlich bis zu 30 Milligramm Eisen verlieren. Aber auch Blutungen anderer Ursache,
z. B. bei einem Magengeschwür, können zu Eisenmangel führen.
Um den Eisenmangel zu bekämpfen, müssen sie auf eine ausgewogene Ernährung achten: Viel Eisen enthalten rotes Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, grünes Gemüse, Sauerkraut und Hülsenfrüchte. Besonders eisenhaltig sind Austern – sie enthalten pro 100 g 13 mg Eisen.
Verzichten sie auf Kaffee
Ist der Eisengehalt im Blut zu niedrig, wird Ihnen der Hausarzt ein Eisenpräparat verschreiben.
Da der Körper dieses Eisen eher schlecht aufnimmt, lassen sich damit die Speicher des Körpers jedoch nur langsam füllen. Deshalb muss die Therapie drei
bis sechs Monate durchgeführt werden.
Bei schweren Eisenmangelanämien kann das Eisen auch über eine Infusion verabreicht werden. Während der Therapie sollten Sie auf Kaffee und Tee verzichten, da diese Stoffe enthalten, welche die Aufnahme von Eisen hemmen.