Mein Ehemann schnarcht seit Jahren. In letzter Zeit schläft er aber extrem unruhig, er wacht immer wieder auf und ist deshalb tagsüber sehr müde. Eine Nachbarin erzählte mir nun, dass sie von einer Krankheit namens Schlafapnoe gehört habe. Diese soll genau jene Symptome zeigen, unter denen mein Mann leidet. Was genau versteht man darunter – und ist die gefährlich? Silvia F. (48)
Lautes, unregelmässiges Schnarchen und Atemaussetzer sind gut beobachtbare Symptome einer Schlafapnoe («Apnoia» bedeutet Atemstillstand). Die Betroffenen machen in der Nacht 50 bis mehrere 100 Atempausen und zeigen immer wieder kurze Aufwachreaktionen, damit die Atmung neu einsetzt. Sehr häufig trifft diese Krankheit Männer ab 40 Jahren.Die Folgen der unruhigen Nächte: Die Patienten sind am Tag extrem müde und schläfrig. Sie können sich folglich nur schlecht konzentrieren und sind gereizt. Dadurch passieren schneller Unfälle im
Strassenverkehr oder am Arbeitsplatz. Zudem belasten die Atempausen das Herz-Kreislauf-System. Deshalb gilt es, die Symptome ernst zu nehmen.Kein Alkohol und abspecken Oft wird eine Schlafapnoe erst gar nicht als Krankheit erkannt. Müdigkeit und Schnarchen werden zwar als unangenehm, aber nur selten als gefährlich eingeschätzt.Was aber gegen Schlafapnoe machen? Falls Ihr Mann übergewichtig ist, sollte er versuchen, einige Kilo abzunehmen. Denn Abspecken reduziert die Atemaussetzer. Zudem ist es sehr empfehlenswert, am Abend nicht übermässig Wein oder Bier zu trinken. Alkohol dämpft nämlich generell die Atmungsaktivität.Die wirksamste Therapie aber ist die sogenannte CPAP-Therapie (Continous Positive Airway Pressure): Der Betroffene trägt in der Nacht eine Nasen- oder Gesichtsmaske. Durch sie wird die Luft mit Überdruck in die Atemwege geleitet. Schnarchen und Atempausen werden mit dieser Therapie verhindert.Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, um Ihre Fragen detailliert zu klären. Auch die Lungenliga bietet Informationen zur Schlafapnoe an.