Hirn-Scans beweisen Kopfbälle schaden den grauen Zellen!

Forscher warnen: Kopfbälle können dem Gehirn schaden. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche.

  • Publiziert: 29.11.2011, Aktualisiert: 14.01.2012
play Kopfballduelle mögen der Mannschaft helfen, aber dem eigenen Gehirn tut man damit keinen Gefallen. (AP)

Amerikanische Neurologen des «Albert Einstein College of Medicine» haben 38 Amateur-Kicker im Alter von 30 Jahren untersucht, die seit ihrer Kindheit Fussball spielen. Die Probanden mussten angeben, wie viele Kopfbälle sie in ihrem Leben schätzungsweise gemacht haben. Dann wurden die Gehirne gescannt.

Fazit: Diejenigen, die oft «geköpfelt» hatten, zeigten in den Scans Anzeichen eines milden Hirntraumas. Die Muster lassen sich mit denjenigen von Menschen vergleichen, die eine Hirnerschütterung erlitten haben.

Am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurden gewisse Hirnregionen im vorderen und im hinteren Schädelbereich, die für die Steuerung der Aufmerksamkeit, der Gedächtnisses und des Sehens zuständig sind. Vielköpfler schlossen ausserdem bei Tests zu Reaktionszeit und Sprachgedächtnis schlechter ab als die anderen Studienteilnehmer.

Die Forscher glauben, dass sich die Verletzungen mit der Zeit aufbauen. Kritisch wird es, wenn mehr als 1000 Mal pro Jahr Kopfbälle gemacht werden. Dann können Hirnzellen degenerieren. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, denn ihre Gehirne sind noch nicht fertig ausgebildet.

Fussbälle können bei Amateur-Spielen von Erwachsenen Geschwindigkeiten von bis zu 55 Stundenkilometer erreichen. In der Profiliga bringen sie es auf mehr als das Doppelte.

Kritiker halten die Studie allerdings für zu wenig aussagekräftig, weil lediglich 38 Kicker untersucht wurden. Einige sehen das Problem zudem nicht in den Kopfbällen selber, sondern in der Tatsache, dass Spieler beim «Köpfler»-Versuch oft mit den Köpfen zusammenstossen. (gsc)

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