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Wenn Sie hin und wieder einen Namen vergessen, bedeutet das noch lange nicht, dass Sie an einer schweren Gedächtnisstörung, also an einer Demenz, erkrankt sind. Ältere Menschen haben zwar häufiger Gedächtnisprobleme, aber das ist oft auch von der Tagesform abhängig. Achten Sie doch einmal darauf, ob Sie an solch einem «vergesslichen» Tag besonders müde sind oder ob Ihnen etwas Sorgen bereitet. An solchen Tagen sollten Sie etwas Nachsicht haben mit sich.
Arzneimittel aus Früchten und Samen des Ginkgo-biloba-Baums werden zwar schon lange zur Behandlung von Demenzerkrankungen verwendet, ihre Wirksamkeit ist aber sehr umstritten. Vor allem zur Vorbeugung scheinen Ginkgo-Präparate nutzlos zu sein, wie neuere Forschungsergebnisse aus den USA zeigen.
Abgesehen davon gibt es aber durchaus Möglichkeiten, wie Sie einem Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit vorbeugen können. Besonders wichtig ist eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung. Denn dadurch können Sie einige der Hauptrisikofaktoren für Demenzen positiv beeinflussen. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.
Ausserdem gilt die Regel: Gut ist alles, was Sie geistig fit und beweglich hält. Nehmen Sie deshalb Anteil an den Dingen des täglichen Lebens, lesen Sie die Zeitung, hören Sie Radio und diskutieren Sie mit Ihrer Familie und Freundinnen über das Gelesene und Gehörte.
Oder absolvieren Sie ein Gedächtnistraining, belegen Sie einen Fremdsprachenkurs oder werden Sie Mitglied in einer Seniorensportgruppe. Besonders die Kom-bination aus geistiger, körperlicher und sozialer Aktivität schützt vor dem Verlust von geistigen Fähigkeiten.