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Ja, das stimmt. Parodontitis ist eine entzündliche, chronische Erkrankung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates. Verursacher sind Bakterien, die Zahnstein bilden, sogenannte Plaques. Im Röntgenbild sieht man Zahnfleischtaschen und einen Abbau des Kieferknochens. Man geht davon aus, dass auch das Abwehrsystem des Körpers, das Immunsystem, bei der Entstehung der schweren Parodontitis beteiligt ist.
Schon seit längerem vermutet man, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der
Parodontitis und dem Auftreten eines Herzinfarkts. Denn bei auffallend vielen Personen mit einem Herzinfarkt lässt sich auch eine chronische Parodontitis nachweisen.
Ein deutsches Forscherteam hat kürzlich sogar den Beweis erbracht, dass sich diese beiden Erkrankungen in manchen Fällen auf ein und dasselbe Gen zurückführen lassen. Das heisst zwar nicht, dass alle Personen mit einer Parodontitis auch einen Herzinfarkt bekommen, aber das Risiko ist sicher erhöht. Dasselbe wie für die Parodontitis gilt übrigens auch für Rauchen, Übergewicht oder Diabetes: Auch bei diesen Risikofaktoren kommen sowohl Parodontitis als auch Herzinfarkte gehäuft vor.
Aus diesem Grund sollten Sie Ihrem Gatten unbedingt zum Zahnarztbesuch raten. Dieser wird die Schwere der Erkrankung abklären, allenfalls eine Keimbestimmung durchführen, den Zahnstein entfernen und ihrem Mann die geeigneten Mittel und Tipps für die Zahnhygiene geben.
Unter Umständen ist eine Behandlung mit Antibiotika nötig, ganz sicher aber dann, wenn eine Untersuchung oder ein Eingriff am Herzen notwendig sein sollte. Und Ihr Mann sollte nicht rauchen, auf sein Gewicht achten und sich gesund ernähren.