Basler Forscher Herzinfarkt lässt sich berechnen

  • Publiziert: 16.08.2012

Hat der Patient einen Herzinfarkt? Bitte rechnen!

Künftig kann innerhalb von nur einer Stunde entschieden werden, ob ein Patient mit Brustschmerzen an einem Herzinfarkt leidet oder nicht. Mediziner um Tobias Reichlin vom Universitätsspital Basel haben dazu einen Algorithmus entwickelt.

Damit sollten bei drei von vier Patienten mit Herzinfarktsymptomen eine längere Überwachung und weitere Bluttests wegfallen. So könnten die Notaufnahmen in Spitälern entlastet werden, die häufig überbelegt sind.

Die Forscher haben den Algorithmus bei 872 Menschen mit Schmerzen in der Brust getestet. Bei 77 Prozent von ihnen konnte die Formel mit grosser Sicherheit den Herzinfarkt bestätigen oder aber Entwarnung geben.

Die Formel basiert auf den Blutwerten des Herzproteins Troponin, welches auf Herzinfarkte hinweist.

Alle Kommentare (2)

  • Daniel  Metzener , Zürich , via Facebook
    Bei Anzeichen, welche auf einen Herzinfarkt hindeuten könnten starke Schmerzen im Brustbereich, Ausstrahlung in rechen Arm, Schweissausbrüche etc., heisst es schnell reagieren und 144 anrufen - lieber einmal zuviel. Ein EKG ist schneller und zuverlässiger in der Auswertung, als 60 Minuten-Logarithmen.
    • 17.08.2012
    • 18
    • 5
  • Beat  Hemmi , Widnau
    ... ich vertraue immer noch dem guten alten EKG ...

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