Kluger Kopf Herzinfarkt kündigt sich in den Haaren an!

  • Publiziert: 08.09.2010, Aktualisiert: 14.01.2012

OTTAWA (KANADA) - Wie eine Kristallkugel, nur besser: Drohende Herzinfarkte lassen sich schon Monate vorher an den Haaren erkennen. Das haben Forscher herausgefunden.

Nicht nur Drogen wie Kokain lagern sich in den Haaren ab, wie einige Promis inzwischen wissen: Auch das Dauerstress-Hormon Cortisol hinterlässt in der Frisur seine Spuren. Und die kann man laut kanadischen Wissenschaftlern nutzen, um drohende Herzinfarkte voraussagen. Denn: Viel und lange andauernder Stress gleich viel Cortisol-Ablagerungen gleich schlechte Karten.

Haar-Kontrolle «stärkste Vorhersagemöglichkeit»

Nach der Betrachtung herkömmlicher Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und der Familiengeschichte sei die Kontrolle der Haare damit «die stärkste Vorhersagemöglichkeit» für Infarkte, schreiben die Forscher der «University of Western Ontario» im Fachmagazin «Stress».

«Traditionell wurde Cortisol im Blut, Urin oder Speichel gemessen», so die Studien-Autoren Stan Van Uum und Gideon Koren. Damit lasse sich aber das Stress-Niveau nur in den vergangenen Stunden oder bestenfalls Tagen ermitteln. Haare würden im Schnitt einen Zentimeter pro Monate wachsen. Mit einem mehrere Zentimeter langen Haar könnten so Aussagen über den Cortisol-Gehalt über einen längeren Zeitraum getroffen werden.

Höheres Cortisol-Niveau bei Herzpatienten

Die Forscher werteten für ihre Untersuchung Haarproben von 56 Männern aus, die wegen Herzinfarkten in eine israelische Klinik eingeliefert wurden. Sie verglichen die Proben mit jenen einer Vergleichsgruppe von 56 Männern, die wegen anderer Probleme in dem Krankenhaus behandelt wurden. Bei den Herzpatienten wurde durchgehend ein höheres Cortisol-Niveau gefunden. (SDA/gsc)

play Die Haar-Kontrolle bringt ans Licht, ob ein erhöhtes Herzinfarktrisiko vorliegt. (RDB)

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