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Schwangere Frauen haben es sich schon lange eingebläut: Finger weg von Zigaretten und Alkohol. Nun könnte noch eine dritte Regel hinzukommen: Finger weg vom Handy!
Denn Wissenschaftler der Universität Aarhus und der Uni von Los Angeles haben Daten von mehr als 13000 dänischen Kindern aus den 90er-Jahren ausgewertet. Und die Studie kam zu einem erschreckenden Schluss: Die Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft regelmässig das Handy benutzten, wiesen öfters Verhaltensstörungen auf.
Unter Verhaltensstörungen fallen zum Beispiel Hyperaktivität oder emotionale Störungen.
Noch schlimmer wirds, wenn die Kinder das Handy vor ihrem siebten Altersjahr selbst benutzen: Die Wahrscheinlichkeit steigt in diesem Fall auf 80 Prozent!
Gemäss der Studie ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder Verhaltensstörungen aufweisen so um 50 Prozent höher als bei anderen Kindern, wie der «Independent» berichtet.
In den 90-er Jahren waren Handys noch nicht so verbreitet wie heute, so dass ein Vergleich überhaupt möglich war.
Wie der «Independent» berichtet, seien die Wissenschaftler angeblich selbst von den Ergebnissen der Studie überrascht worden. Dennoch gelte es, die Studie mit Vorsicht zu interpretieren. Schliesslich gäbe es noch andere Kriterien und es seien noch weitere Überprüfungen nötig.
Und doch machen die Ergebnisse stutzig: Denn noch immer herrscht unter Fachleuten die Diskussion, ob und wie die Strahlung von Handys der Gesundheit schadet.
Unser Bundesamt für Gesundheit warnt jedenfalls vor dem Strahlenherd: Solange nicht geklärt sei, wie schädlich die Strahlung für Kinder sei, solle sich die Benutzung von Handys durch Kinder aus Vorsorgegründen auf ein Mindestmass beschränken – eine Vorsorgemassnahme, die übrigens auch für Erwachsene gelte. (num)