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Ein Team um Dr. Mira Katan von der Klinik für Neurologie des Basler Unispitals mass im Blut von 362 Schlaganfall-Patienten die Konzentration des Hormons Copeptin. Dabei fanden die Forscher heraus, dass eine hohe Copeptin-Konzentration ein Indikator für einen wahrscheinlich schlechten Verlauf des Schlaganfalls ist.
Mit der Methode lasse sich also die Vorhersage bei Patientinnen und Patienten in der akuten Phase des Schlaganfalls verbessern, schreiben die Forscher im Fachmagazin «Annals of Neurology». Eine Vorhersage des Verlaufs allein aufgrund von äusserlichen klinischen Zeichen ist hingegen äusserst schwierig.
Eine rasche Prognose ist entscheidend bei Schlaganfällen, die tödlich oder mit Lähmungen enden können. Aufgrund der verbesserten Vorhersage könnten Ärzte zum Beispiel entscheiden, ob ein Patient möglichst schnell auf die Intensivstation gebracht und sorgfältig überwacht werden müsse, sagte Katan auf Anfrage.
Die Forscher betonen, dass die Messung von Copeptin die sorgfältige Befragung und Untersuchung der Patienten sowie bildgebende Verfahren nicht ersetzt. Der Arzt habe mit dem Biomarker aber einen zusätzlichen Anhaltspunkt, auf den er die Behandlung stützen könne, so Katan weiter.
Der Versuch, körpereigene Hormone zur Prognose oder Diagnose von Krankheiten zu benützen, ist in den letzten Jahren in der Medizin immer wichtiger geworden. Nach einem Schlaganfall zum Beispiel schüttet der Körper sofort verschiedene Stresshormone aus. Allerdings werden viele nach kurzer Zeit wieder abgebaut und sind darum schwierig zu messen. Im Fall von Copeptin ist das den Forschern nun gelungen. (sda/gmu)
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Eine hohe Copeptin-Konzentration im Gehirn lässt auf einen schlechten Verlauf eines Schlaganfalles schliessen. (Symbolbild) (Howard J. Radzyner/MedNet/Corbis)