Medis helfen nicht Forscher warnen vor Super-Tripper!

Ärzte und Wissenschaftler schlagen Alarm: Die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, im Volksmund Tripper, lässt sich immer schlechter behandeln. Vor kurzem wurde gar ein Stamm entdeckt, der gegen sämtliche Antibiotika resistent ist.

  • Publiziert: 11.10.2011, Aktualisiert: 14.01.2012
play Verbeugen ist besser als heilen: Wer sich vor dem Tripper schützen will, sollte beim Schnackseln ein Kondom benutzen. (Kevin Christopher Ou/Corbis)

Schwedische Forscher sind in Japan auf einen Tripper-Stamm gestossen, der sich mit den vorhandenen medizinischen Mitteln nicht behandeln lässt. Nun fürchten sie, dass sich dieser Super-Tripper schnell über die Welt verbreiten könnte – es sei denn, es werden neue Medikamente entwickelt.

Auch bei den «normalen» Stämmen wirken die eingesetzten Antibiotika immer schlechter. Die Tripper-Bakterien, die sogenannten Gonokokken, haben bereits drei Antibiotika schachmatt gesetzt, darunter Penicillin. Auf das aktuelle Mittel der Wahl, die Cephalosporine, sprechen sie immer schlechter an.

Neben den Chlamydien ist der Tripper die am weitesten verbreitete Geschlechtskrankheit beim Menschen. Die Weltgesundheits-Organisation WHO schätzt, dass jedes Jahr 60 Millionen daran erkranken.

Trotz Infektion dauert es manchmal aber Monate, bis die Erkrankung sichtbar wird. Zu den Symptomen gehören unter anderem Entzündungen der Harnröhre und des Genitaltraktes mit eitrigem Ausfluss. In schweren Fällen kommt es zu Unfruchtbarkeit, Arthritis, Hirnhaut- und Herzentzündungen oder einer lebensbedrohliche Blutvergiftung.

Anstecken kann man sich sowohl beim Geschlechtsverkehr als auch anal oder oral. Werdende Mütter können die Krankheit auf ihr Ungeborenes übertragen.

Sicherste Methode, um sich vor dem Tripper zu schützen: Im Minimum einen Gummi drum, sprich Safer Sex. (gsc)

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