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Ein Team von australischen, österreichischen und Schweizer Forschern beobachtete ein Jahr lang 81 Personen, bei denen ein hohes Psychose-Risiko bestand oder die bereits an milden Symptomen litten.
Die eine Hälfte der Studienteilnehmer nahm zwölf Wochen lang Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren ein, der anderen wurden Pseudo-Pillen ohne Wirkstoff, sprich Placebos, verabreicht. Keiner der Probanden wusste, in welcher Gruppe er sich befand. Ergebnis: Während in der Fischöl-Gruppe nur zwei der Probanden eine psychotische Störung entwickelten, waren es in der Placebo-Gruppe ganze elf!
Aufgrund dieses Resultats schätzen die Forscher, dass von vier Personen, die in einem Jahr wegen einer Psychose behandelt werden, jeweils einer mit dem Fischöl vor einem Ausbruch der Krankheit geschützt werden könnte.
Gerade für junge Menschen verspricht man sich von diesen neusten Erkenntnissen viel. «Antipsychotika können zu Gewichtszunahme oder sexuellen Störungen führen. Omega-3-Fettsäuren wirken sich auf den Gesundheitszustand generell positiv aus. Wenn junge Menschen also erfolgreich mit Fischöl behandelt werden können, ist diese Behandlung sehr viel wünschenswerter», zitiert «BBC.co.uk» eine Expertin.
In weiteren Untersuchungen soll nun geprüft werden, ob Omega-3-Fettsäuren, die offenbar die Signalübertragung im Gehirn positiv beeinflussen, auf lange Sicht gesehen einen Ersatz für Antipsychotika sein könnten. (gsc)