Forscher vermuten Deos können Brustkrebs auslösen!

  • Aktualisiert am 26.01.2012

GENF - Sie wirken zwar gut gegen den Schweissgeruch. Doch Deodorants, die Aluminiumsalze enthalten, schaden den Brustzellen. Das haben Schweizer Wissenschaftler jetzt nachgewiesen.

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Brustkrebsfälle in den Industrienationen gestiegen. Gleichzeitig hat es immer mehr Fälle gegeben, in denen der Brustkrebs im äusseren Teil der Brustdrüse, also nahe bei den Achseln, entstanden ist.

Ein Genfer Team um den Biologen Stefano Mandriota und den Brustkrebsspezialisten André-Pascal Sappino hat nun die Wirkung von Deos auf die Brust genauer untersucht. Das Ergebnis stimmt nachdenklich: Die Forscher wiesen nach, dass die schweisshemmenden Aluminiumsalze, die in klassischen Deos verwendet werden, das Erbgut der Brustzellen schädigen. Im Labor kam es dabei zu tumorartigen Veränderungen der Zellen. Und das obwohl die Wissenschaftler in ihren Versuchen 1500 bis 100‘000 mal weniger Aluminiumchlorid verwendeten, als in unseren Deodorants vorhanden ist.

Allerdings reicht die Studie nicht aus, um nachzuweisen, dass Aluminiumsalze tatsächlich zu Brustkrebs führen. Aber ungesunde Spuren hinterlassen sie, das steht jetzt fest. (SDA/gsc)

Häufigster Krebs bei Frauen

In der Schweiz erkranken pro Jahr etwa 5300 Frauen und 30 bis 40 Männer an Brustkrebs. Bei Frauen macht der Brustkrebs fast ein Drittel aller Krebsdiagnosen aus. Damit ist er der häufigste Krebs bei Frauen. Obwohl das Brustkrebs-Risiko nach dem 50. Lebensjahr deutlich ansteigt, betrifft die Krankheit auch jüngere Frauen: 20 Prozent aller Patientinnen sind zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.

Weitere Infos unter www.krebsliga.ch
Sind die Schweisshemmer schuld? Brustkrebs ist der häufigste Krebs bei Frauen.- Image100/Corbis

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