Grippe-Impfung Das müssen Sie wissen

Höchste Zeit für die Grippeimpfung! Neben der saisonalen soll auch die Schweinegrippe wiederkehren. Stimmt denn das?

  • Publiziert: 19.10.2010, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Lorenz Keller
play Die Impfung gegen den H1N1-Virus ist mit der normalen Grippeimpfung kombiniert. (SPL)

Der H1N1-Virus, der die Schweinegrippe verursacht, wird tatsächlich auch für den kommenden Winter erwartet – zusätzlich zu saisonalen Grippeviren. Allerdings besteht laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine Gefahr einer Pandemie, einer massiven Ausbreitung. Dies zeigt der zu Ende gehende Winter der Südhalbkugel. Dort gab es nicht mehr Erkrankungen als in anderen Jahren – und ganz unterschiedlich viele Schweinegrippe-Fälle (60 Prozent aller Erkrankten in Neuseeland, praktisch keine in Südafrika).

Gibt es separate Impfungen?
Nein. Die Präparate schützen vor allen kursierenden Grippestämmen. Die Schweinegrippe-Impfung ist also immer integriert. Ganz allgemein wird diese nun wie eine saisonale Grippe behandelt.

Und die Nebenwirkungen?
Sie sollen gleich gering sein wie in früheren Jahren bei der Grippeimpfung. Gut zu wissen: Dem Impfstoff sind keine Additive mehr beigemischt, wie im letzten Winter. Diese Zusatzstoffe führten damals zu grossen Diskussionen.

Wer soll sich impfen lassen?
Das BAG empfiehlt die Impfung gewisser Risikogruppen: etwa Personen über 65 Jahren und chronisch Kranken. Erstmals sollten sich auch Schwangere impfen lassen, weil letztes Jahr bei Schwangeren schwere Schweinegrippe-Fälle auftraten. Auch allen, die oft mit Menschen aus der Risikogruppe Kontakt haben, rät das Bundesamt zum Pieks.

Wann ist der beste Zeitpunkt?
Da der Schutz ca. 4 bis 6 Monate anhält, ist Mitte Oktober bis Ende November ideal. Die meisten Hausärzte haben die Impfdosen schon erhalten. «Ich erwarte aber keinen grossen Ansturm», sagt Tom Stingelin vom Verein Hausärzte Stadt Zürich.

Was, wenn ich 2009 gegen Schweinegrippe geimpft wurde?
Der Schutz ist nun nicht mehr wirksam. Sie können sich aber ohne Bedenken mit dem neuen Impfstoff behandeln lassen.

Wer trägt die Kosten?
Bei Risikopatienten zahlen die Krankenkassen, sonst berappt man die Kosten wieder selber (rund 30 Franken). Tipp: Am nationalen Impftag, dem 5. November, kann man sich in vielen Arztpraxen ohne Anmeldung impfen lassen – pauschal für 25 Franken.

Bietet mein Arbeitgeber eine Impfung an?
Eine Umfrage von BLICK ergab: Viele Grossfirmen ermöglichen den Mitarbeitern eine vergünstigte oder gar kostenlose Impfung. Diese wird aber nicht stärker promotet als in den Jahren vor der Schweinegrippe.

Was kann ich sonst gegen die Virenflut tun?
Die bekannten Ratschläge berücksichtigen – von gesunder Ernährung bis zum regelmässigen Händewaschen.

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