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Was schon Paracelsus sagte, gilt auch für Alkohol: «Die Dosis macht das Gift!» Selbstverständlich sollten Alkoholkranke oder Suchtgefährdete ganz auf Alkohol verzichten. Die Mehrheit der Schweizer trinkt aber Alkohol mass- und genussvoll.
Doch was genau bedeutet massvoll? Sie sollten – wie alle Männer – täglich nicht mehr als zwei Standardgläser trinken, Ihre Frau nicht mehr als ein Standardglas. Unter einem Standardglas versteht man die normal ausgeschenkte Alkoholmenge: 1 Gläschen Schnaps,1 Glas Wein oder 1 Stange Bier.
Frauen vertragen weniger Alkohol als Männer, weil sie meist weniger schwer sind, ihr Körper weniger Wasser enthält und der Stoffwechsel den Alkohol weniger gut verarbeiten kann. Auch mit zunehmendem Alter (ab ca. 50 Jahren) sinkt der Wasseranteil im Körper und der Alkohol wirkt stärker. Zudem verändert sich die Funktionsfähigkeit von Nieren oder Leber.
Bei massvollem Konsum schützt Alkohol das Herz – moderate Alkoholtrinker haben eine höhere Lebenserwartung als strenge Abstinenzler. Das zeigen zahlreiche Studien über den Zusammenhang von Alkoholkonsum und tödlich verlaufenden Herzerkrankungen.
Auch die Gesamtsterblichkeit unter Einschluss aller Todesarten ist niedriger. Das gilt insbesondere für den Konsum von Wein, Stichwort ist hier das sogenannte «Französische Paradoxon»: In Frankreich treten trotz fettreicher Ernährung wesentlich weniger tödliche Herzerkrankungen auf als in den USA. Besonders der Rotwein liefert günstige Effekte. Er enthält spezielle Phytostoffe aus den Traubenschalen. Wichtigste Substanz soll das Antioxidans Resveratrol sein. Diesem werden günstige Wirkungen zugesprochen: von entzündungshemmend bis Anti-Aging.
Vom Alkohol allein hängt das Wohlbefinden aber nicht ab: Wer auf sein Gewicht achtet, sich körperlich betätigt oder das Rauchen aufgibt, trägt viel zu seiner Gesundheit bei.