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Obligationen haben in der Regel einen Nominalwert: beispielsweise 5000 Franken. Und sie werfen einen Zins ab. Dieser Zins ist aber nicht die Rendite. Denn Obligationen werden gehandelt, weshalb man je nach Marktlage für deren Erwerb mehr oder weniger als den Nominalwert zahlen muss. Die Rendite kann also höher oder tiefer als der Zins sein. Die Rendite auf Verfall ist die durchschnittliche Rendite pro Jahr bis zur Rückzahlung. Sie ist eines der zwei wichtigsten Kriterien. Das andere ist die finanzielle Stärke des Schuldners, auch Bonität genannt. Es gilt: Je höher die Bonität, umso sicherer ist es, dass der Schuldner die Zinsen zahlen und am Schluss die Obligation tilgen kann.
Für hiesige Anleger ist der Bund der sicherste Schuldner. Eher geht die Welt unter, als dass die Eidgenossenschaft zahlungsunfähig wird. Die Schattenseite: Die Zinsen auf Bundesobligationen sind mager. Denn je höher die Bonität, umso tiefer die Zinsen, und je zweifelhafter ein Schuldner, umso grosszügiger die Zinsen.
Scheint alles sehr einfach. Wenn Sie bloss Bundesoblis kaufen und die immer bis zur Rückzahlung halten, ist es tatsächlich so. Packt Sie aber der Ehrgeiz, eine höhere Rendite herauszuholen, müssen Sie nicht nur gut diversifizieren, sondern auch ein Flair haben für die Wirtschaftsentwicklung und Veränderungen des Zinsniveaus.
Das Einmaleins der Obligationen finden Sie bei der Schweizer Börse (SIX) unter dem Stichwort Know-how und bei Swissquote, beide im Internet. Eine weitere ausgezeichnete Informationsquelle: «Anlagen Schweiz Obligationen», eine Monatspublikation der Zürcher Kantonalbank.