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In den 1990er-Jahren hat man über 4,5% jährliche Rendite die Nase gerümpft. Damals liess sich das im Schlaf erreichen. Seit 2000 hingegen müssen die Geldanleger, auch die Profis, schon froh sein, wenn sie im Schnitt der Jahre zwei, drei Prozent herausholen.
Was in den kommenden Jahren drin liegt, ist offen. Wenn die Aktienbörsen super laufen und Ihre Bank in der Auswahl der Fonds ein glückliches Händchen hat, könnten die 4,5% erreicht oder sogar übertroffen werden. Doch wenn es an den Börsen harzt und die Bank bei der Fonds-Auswahl danebengreift, werden sich die 4,5% als viel zu optimistisch herausstellen.
Geldverwaltung durch Banken ist sehr teuer
Mein Motto: lieber zu wenig als zu viel erwarten. An Ihrer Stelle würde ich nicht mehr als mit 2 bis 2,5% Rendite rechnen. Auch aus folgendem Grund: Die Geldverwaltung durch die Banken ist sehr teuer. Es ist nicht nur das Prozent, das Ihre Bank abzwackt. Beim Kauf, Verkauf und Umschichten der Fonds fallen Gebühren an. Zudem werden die Fonds mit Kommissionen und Spesen belastet. Alles in allem versickern so jährlich gegen zwei Prozent.
Nicht alle Eier in einen Korb legen
Eine mögliche Alternative: Sie verteilen die 300 000 Franken auf zwei Töpfe. In Topf 1 kommt das Geld zur Deckung laufender Ausgaben in den kommenden fünf Jahren. Das Geld – zum Beispiel 75 000 Franken – legen Sie auf den besten Sparkonti an (zurzeit bei Swissquote, Axa Winterthur oder Postfinance).
Topf 2 mit 225 000 Franken dient zur Geldanlage mit längerem Zeithorizont. Sie investieren das Geld in den Pictet-Fonds PF (CH)-LPP-25-P (mit Vorteil über die Swissquote-Bank). Mit diesem Fonds sind Sie breit diversifiziert in Obligationen und Aktien, und zwar kostengünstig – zu Gesamtgebühren von 0,78%.