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Vor allem Lebensmittel sind bei den Auslands-Shoppern beliebt. (sda)
Der gegenüber dem Euro rekordhohe Frankenkurs produziert Gewinner und Verlierer. Zu letzteren zählt die Schweizer Exportindustrie, die in arge Nöte geraten ist. Ihre Produkte sind zu teuer und damit nicht mehr konkurrenzfähig. Ins Fäustchen lachen können sich dagegen die Konsumenten. Noch nie waren ennet der Grenze gekaufte Produkte des täglichen Bedarfs so billig. Der grenzüberschreitende Einkaufstourismus blüht.
In einer repräsentativen Befragung des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch gaben knapp 70 Prozent von über 1200 Befragten an, Einkäufe im Ausland zu tätigen. Die gefragtesten Produkte sind Lebensmittel sowie Kleider und Schuhe. Über die Hälfte der Befragten gab an, Esswaren und Kleidung nach Hause gebracht zu haben. Weit abgeschlagen sind Drogerieprodukte (15%), Unterhaltungselektronik (11%), Einrichtungsgegenstände (7%) oder Bücher (6%).
Laut Erhebung haben 25 Prozent der Befragten, die auch sonst zum Einkauf ins Ausland fahren, angegeben, wegen der Währungskrise häufiger als sonst jenseits der Grenze eingekauft zu haben. Der lahmende Euro animiert vor allem im Grenzgebiet lebende Eidgenossen zur Shoppingtour auf der andern Seite des Schlagbaums. Wer dagegen in einem Binnenkanton lebt, überlegt es sich zweimal, den Weg über die Grenze in Kauf zu nehmen. Das ist nichts als vernünftig, denn auch Reisekosten zehren am Haushaltsbudget.
Nur eine Nebenrolle spielt beim Auslandseinkauf das Internet. Grenzüberschreitendes Online-Shopping wird laut Umfrage nur von 25 Prozent der Konsumenten in einem Binnenkanton und gar nur von 16 Prozent in einem Grenzkanton praktiziert. Dabei dürften die Zollgebühren eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Wer dagegen eigenhändig Waren zurück in die Schweiz bringt, profitiert von einer Freigrenze von 300 Franken.