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Herr Bundesrat Maurer, sind Sie fit?
Ueli Maurer: Nein, im Moment nicht. Ich habe seit fünf Monaten, seit meiner Fussoperation, keinen Sport mehr gemacht. Im Moment trage ich noch einen Orthopädie-Schuh. Ich kann erst im Juni wieder mit Sport anfangen.
Wie ist es, nicht fit zu sein?
Es ist unangenehm. Man fühlt sich so dumpf.
Geistig oder nur körperlich?
Es gibt schon Phasen, wo man auch geistig fitter ist, wenn man Sport getrieben hat (lacht). Aber es ist schon nicht so, dass man ohne Sport immer nur dumpf da sitzt.
Machen Sie Krafttraining?
Sehr wenig. Ich mache ja Sport, um an der frischen Luft zu sein. Ich bin nicht der Kraftraumtyp.
Freuen Sie sich, wieder Sport zu machen?
Und wie!
Als Erstes steigen Sie aufs Velo?
Ja, sicher. Ich werde wieder mit dem Velo zur Arbeit fahren. Und im Sommer habe ich viel Zeit fürs Velofahren ausgespart. Im Winter mache ich wieder Skilangläufe, den Wasa-Lauf in Schweden und den Birkebeiner in Norwegen.
Wie fit sind Ihre Kolleginnen und Kollegen im Bundesrat?
(lacht) Ich bin gewöhnlich der Fitteste, würde ich sagen. Es machen sicher alle etwas für ihre Fitness, aber wohl nicht im Sinn von Trainingsanzug- und Turnschuheanziehen. Aber das Bewusstsein, dass Sport wichtig ist, ist durchaus vorhanden.
Sie haben als Sportminister noch nie ein Aufwärmen vor der Bundesratssitzung gemacht?
Nein, dafür sind die Sitzungen wohl zu formell. Aber immerhin macht der Bundesrat jedes Jahr bei seinem Ausflug einen kleinen sportlichen Teil. Mit Doris Leuthard gingen wir Velo fahren, mit Hans-Ruedi Merz wandern.
Was bringt «Schweiz bewegt»?
Ich finde die Aktion sehr gut. Sie hat einen Aspekt der Bewegung, aber auch einen gesellschaftlichen, sie verbindet das eigene Dorf für ein paar Wochen, Schulklassen und Vereine machen mit. Und die Aktion kommt im Frühling, wo alle das Gefühl haben, sie seien zu dick und für den Badeanzug etwas abnehmen möchten. Auch das ist eine gute Motivation, Sport zu treiben!
Haben Sie Ratschläge an die Schweizer Bevölkerung?
Ich würde empfehlen, sich Sport vorzunehmen und ihn im Rahmen seiner Möglichkeiten zu planen. Ob nur am Sonntag oder auch unter der Woche, ob man etwas mit den Kindern unternimmt, mit Kollegen oder allein: Wichtig ist Regelmässigkeit, und es muss geplant sein, dann kommt die Freude von selbst.
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Ein grosser Velofan: Ueli Maurer bei der letztjährigen «Schweiz bewegt»-Aktion. (Peter Gerber)