Der heisse Draht Dörrobst – was taugts?

  • Publiziert: 28.11.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

Im Winter ist die Auswahl an frischen Früchten sehr beschränkt und auch etwas eintönig. Zitrusfrüchte beispielsweise mag ich nicht – die Säure setzt mir zu. Sind allenfalls getrocknete Früchte eine taugliche Alternative? Ich habe gehört, sie sollen frischen ebenbürtig sein. Sandro M.

Salopp formuliert: Ob frisch oder getrocknet, Hauptsache, Sie essen überhaupt Früchte. Denn was den Gesundheitswert angeht, bewahren getrocknete Früchte tatsächlich einen Grossteil ihrer positiven Eigenschaften: ob Äpfel, Zwetschgen, Aprikosen oder Weinbeeren.Dörrfrüchte enthalten zwar weniger Wasser und bieten weniger Vitamin C. Doch Nahrungsfasern, Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe werden durch den Dörrprozess gar nicht oder nur wenig verändert: selbst bei langer Aufbewahrung.Folglich können Sie getrocknete Früchte sehr wohl zu den täglich empfohlenen fünf Portionen Früchte oder Gemüse zurechnen. Beachten Sie da-bei: Mengenmässig entspricht eine Portion Dörrobst rund 20 bis 30 g (Frischobst: 120 g).Dörrobst hat relativ wenig KalorienWoher diese grosse Differenz kommt? Dörrobst hat einen vergleichsweise hohen Fruchtzuckeranteil von 60 bis 70 Prozent, und dieser liefert erheblich mehr Kalorien.Genau das bietet auch Vorteile: Dörrobst kann beispielsweise Sportler schnell mit Energie versorgen und so effizient dessen Reserven auffüllen. Auch bei Wanderungen oder auf der Skipiste sind getrocknete Früchte ideale Fitmacher.Zudem bereichern sie Müeslis, und sie stillen – falls es Sie wieder mal packen sollten – den Süsshunger. Ebenfalls positiv: Dörrobst hat nur halb so viele Kalorien wie vergleichsweise Schokolade.Wichtig: Vergessen Sie beim Verzehr nicht, zu trinken. Denn getrocknete Früchte enthalten sehr viele Nahrungsfasern, und der Körper braucht entsprechend mehr Flüssigkeit. Meine Empfehlung: pro Portion Dörrobst ein bis zwei Gläser zuckerfreie Getränke.Achten Sie ausserdem auf die Qualität der Trockenfrüchte. Am wertvollsten sind ungeschwefelte Varianten. Entsprechende Sorten sind zwar etwas weniger satt in der Farbe, verursachen dafür garantiert keine Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit.

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