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Oft sind nur die wirtschaftlichen Folgen der Arbeitslosigkeit das Thema. Was aber mit den Menschen geschieht, die von der Arbeitslosigkeit betroffen sind – das interessiert kaum jemanden. Sie sind mutig und sprechen hier ein wichtiges Thema an.
Sie haben jetzt gemerkt, dass Arbeit nicht nur Verdienst ist, sondern auch andere wichtige Dinge bedeutet: Ein sozialer Austausch mit den Kollegen, eine feste Tagesstruktur, Sie sind jemand und fühlen sich tagtäglich in Ihrem Selbstwertgefühl bestätigt. Was der Job alles ausmacht, merken Sie erst heute – jetzt wo Sie Tag für Tag alleine zu Hause sind und hadern, ob Sie überhaupt noch eine neue Stelle finden.
Die Forschung beobachtet bei längerer Arbeitslosigkeit verschiedene Phasen:
• Zuerst sind Arbeitslose geschockt – ich ohne Stelle?
• Dann gibt es durchaus eine Phase, in der die Betroffenen das Nichtarbeiten auch mal geniessen. Sie fühlen sich wie in den Ferien und können sich erholen.
• Dann folgt oft eine optimistische Zeit – wie bei Ihnen am Anfang. Es werde sich sicher etwas Neues ergeben.
• Nach vielen Absagen ändert sich dann die Stimmung zu Resignation und später auch zu Depressionen. Alleinstehende Männer sind davon eher betroffen und in dieser Phase auch suchtgefährdet.
Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre bisherigen Kontakte intensiv pflegen. Ihre Hobbys erweitern. Sich klare Tagesabläufe zulegen und Beschäftigungen suchen. Sie können sich für ein Programm oder eine Weiterbildung der Arbeitslosenkasse anmelden oder Freiwilligenarbeit leisten.
Sie werden 520 Taggelder beziehen können – haben Sie bis dahin keinen Job, müssen Sie sich mit dem Sozialamt kurzschliessen.