Quengelig oder Engelhaft? Gebrüll ohne Ende

Im Haus wohnt eine Familie mit einem Kind, das zu jeder Tages- und Nachtzeit brüllt und tobt. Muss man den Krach klaglos erdulden?

Kinder haben keinen Aus-Knopf. Aber permanentes Getobe geht auch nicht. play

Kinder haben keinen Aus-Knopf. Aber permanentes Getobe geht auch nicht.

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Pro, das sagt Autor Attila Albert:

Über mir wohnt ein Ehepaar mit einer bezaubernden zweijährigen Tochter, die – so mein Gefühl – seit Frühjahr 2014 weint und schreit. Wenn ich die Eltern treffe, sind sie stolz auf die Kleine, schauen manchmal aber auch entschuldigend, ohne dass ich etwas gesagt ­hätte. Ich denke: Am meisten leiden wohl sie selbst, und was ­sollen sie machen – einem Kleinkind den Mund zuhalten? Kinderfreundlichkeit ist nicht nur etwas für Politik, sondern für uns alle: Sich an dem freuen, was schön ist an Kindern, und den Rest nicht ganz so wichtig nehmen, wir selbst waren ja wahrscheinlich nicht viel anders.

Kontra, das sagt Leiterin Christiane Binder:

Natürlich können Eltern ihre Kleinen nicht geknebelt an den Stuhl binden. Kinder müssen auch lärmen können, das ist klar. Frage ist nur, wann das gesunde Mass überschritten ist. Herrscht Tag für Tag Geschrei und Getrampel bis tief in die Nacht, dann wird man als Nachbar schon mal anklopfen dürfen und fragen, was da los ist. Man zahlt ja selber auch die volle Miete und stellt abends den Fernseher leiser. Denn manche Eltern sind von ihren kleinen Engeln derart begeistert, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, dass deren Radau andere die glatten Wände hochtreiben könnte.

Publiziert am 20.09.2016 | Aktualisiert am 20.09.2016
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  • Susanne  Reich 20.09.2016
    Hat dies nicht auch etwas mit Erziehung zu tun? Im Zug oder auf der Strasse sehe ich Eltern, welche ihre Kinder brüllen lassen oder sie ermahnen. Selbstverständlich sollen Kinder toben können und manchmal ist es halt in der Wohnung, doch auch diese Kinder werden mal älter und ich hoffe, dass sie bis dahin gelernt haben, Rücksicht zu nehmen. Was mir mehr zu denken gibt sind diese Quengelkinder. Das hinausgepresste Geheule und Geschniefe - deutlich künstlich - sie vergehen quasi vor Selbstmitleid.