Sponsored Content Süsse Versuchung - Warum uns in Sachen Schokolade niemand etwas vormacht

Schokolade und die Schweiz – das passt zusammen. Selbst in Übersee werden die Menschen, darauf angesprochen welches Land sie mit edlen Schokoprodukten verbinden, die Schweiz nennen. Allenfalls wäre noch Belgien bei einigen im Gedächtnis. Doch warum ist das so?

play

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nintendos neue Konsole 14 Fragen und Antworten zur Switch
2 Auszeichnung Humeau wird mit Kunstpreis ausgezeichnet
3 Clever durch Strampeln Ein smarter Hometrainer für Kids

Life

teilen
teilen
15 shares
Fehler
Melden

Auf den ersten Blick ist die Antwort klar: Qualität setzt sich durch! Ganz so einfach kann man es sich aber nicht machen. Denn was bringen die höchsten qualitativen Standards, wenn die Produkte nicht rund um den Globus bekannt sind? Um den Bekanntheitsgrad müssen sich Schweizer Produzenten inzwischen keine Gedanken mehr machen. Dieser ist historisch gewachsen.

Eben das ist das Entscheidende. Schokolade von höchster Güte gibt es nicht erst seit gestern in der Schweiz. Schweizer Produzenten sind die Pioniere, die Vorreiter, wenn es um süsse Versuchungen geht. Wem wir das zu verdanken haben? – Fragen Sie doch mal bei den Eidgenossen Rodolphe Lindt sowie Henri Nestlé nach. Für ein persönliches Gespräch kommen Sie allerdings über 100 Jahre zu spät.

Hier lesen Sie mehr zur Geschichte der Schokolade und wie die Kakaobohne mit der Hilfe von Hernán Cortés ihren Weg über das Meer fand.

Schweizer Innovationen

Schweizer Jahrhundertinnovation: Die Conchiermaschine play
Schweizer Jahrhundertinnovation: Die Conchiermaschine Lindt & Sprüngli AG

Europäischer Adel kam schon im 18. Jahrhundert in den Genuss von Trinkschokolade. Anzunehmen ist jedoch, dass die meisten Pseudogeniesser damit der Stellung als Statussymbol huldigten und weniger dem eigenen Gusto frönten. Ellenlang sind die Aufzeichnungen, in denen die Privilegierten dieser Zeit den Geschmack als herb, bitter bis hin zu ungeniessbar beschrieben. Was fehlte war ein zarter Schmelz, aber auch der Einsatz von Zucker und Milch. Ohnehin war die Tafelware allenfalls eine Utopie von Freigeistern.

Doch diese Utopie sollte bald zur Realität werden. Der Einsatz von Kakaobutter ermöglichte es erstmals, die zähe Masse in Formen aushärten zu lassen. Das britische Unternehmen Fry & Sons hatte die bahnbrechende Idee, jedoch noch nicht den erhofften Erfolg. An dieser Stelle kommt Rodolphe Lindt ins Spiel, der die Conche (Conchiermaschine) ersann. In ihr wird die Masse immer weiter zerrieben und langsam erwärmt. Dabei verflüchtigen sich bittere und saure Aromen und die Masse erhält die Eigenschaft, die sie so begehrt macht: einen unverkennbar zarten Schmelz.

In diesem Zusammenhang sorgte auch eine weitere Innovation eines Schweizers für Aufsehen. Die Rede ist von Henri Nestlés Milchpulver, das Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Es war der Fabrikant Daniel Peter, der die Innovation als erster in die Schokoladenherstellung integrierte und mit seiner Milchschokolade grosse Erfolge verzeichnen konnte. Andere folgten und auch hier war Lindt einer der ersten, der nun eine breite Masse mit Produkten von höchster Güte, zartem Schmelz und unterschiedlichen Kakao-Milch-Mischverhältnissen verzaubern konnte.

Sie möchten mehr über die Herstellung und die Schweizer Innovationen erfahren? – Lesen Sie weiter auf Feinschmecker.com

Ökologische Verantwortung und Fair Trade

Die Früchte des Kakaobaums – aus ihnen wird das schwarze Gold gewonnen play
Die Früchte des Kakaobaums – aus ihnen wird das schwarze Gold gewonnen Thinkstock


Doch reichen die Innovationen alleine aus, um den Stellenwert Schweizer Schokolade in der Welt zu erklären? Bleiben diese Tatsachen über die Jahrhundertwenden hinweg im Gedächtnis der Konsumenten? – Von alleine sicherlich nicht. Imagekampagnen und Transparenz tragen noch heute ihren Teil dazu bei, dass das Gedächtnis nicht erlischt. Und gerade hier heben sich die inländischen Schokoladenfabriken von vielen globalen Konkurrenten ab.

Noch lange bevor Begriffe wie Fair Trade und ökologische Verträglichkeit in aller Munde waren, hatten Schweizer Produzenten bereits ein Augenmerk darauf. Das hat auch der Konsument erkannt. Das Image der Hersteller, die erst später auf diesen Zug aufgesprungen sind, wird gemeinhin als nicht so glaubwürdig aufgenommen, als das Image derer, denen es nicht um das Wetteifern um Gütesiegel und Auszeichnungen geht. Die Rede ist von jenen Schweizer Produzenten, die Verantwortung in der Welt nicht als einen Run für ein Siegel oder Label angesehen haben, deren Verantwortungsgefühl real und nicht strategisch ist.

Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist wieder einmal die Lindt & Sprüngli AG. Dem Hersteller aus Kilchberg gingen die Vorschriften für ein Fair Trade Siegel offenbar nicht weit genug. Mehr noch: Zurecht stellt sich der interessierte Betrachter die Frage, ob nicht so manche Bestimmung für ein solches Siegel gänzlich am Ziel vorbei schiesst. Statt sich also einfach zurückzulehen und dem munteren ausbeuterischen Treiben am äquatorialen Gürtel der Welt, sich in seinem Wohlstand labend zuzusehen, ergreift man selbst die Initiative. Das Farming Program in Ghana ist hierfür nur eines von vielen aktuellen Beispielen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Eines ist klar. Um die Zukunft von Schweizer Schokolade muss man sich keine Sorgen machen. Die hier ansässigen Unternehmen zehren nicht nur von ihrem geschichtlichen Pioniergeist, sie gehen noch immer vorweg. So sind wir uns ziemlich sicher, dass auch in 50 Jahren noch ein ausländischer Geniesser auf die Frage, aus welchem Land die beste Schokolade kommt, antworten wird: Natürlich aus der Schweiz!

Wenn Sie mehr zu den dunklen Seiten des Kakaohandels und den Gesetzmässigkeiten des Ausbaus erfahren möchten, lesen Sie hier weiter.

Publiziert am 24.08.2016 | Aktualisiert am 25.08.2016
teilen
teilen
15 shares
Fehler
Melden