Potz Härdöpfel! Diese Knolle ist 1 Million wert

Normalerweise porträtiert er berühmte Menschen. Die Top 20 der teuersten Fotografien der Welt erreichte er aber dank einer Kartoffel.

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Diese simple Kartoffel stellt sämtliche Stars in den Schatten. Kevin Abosch

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Macht eine Bio-Kartoffel zu viel Geld: Fotograf Kevin Abosch. © Photograph by Kevin Abosch

Der irische Kunstfotograf Kevin Abosch (47) lichtet seine Sujets – meistens berühmte und einflussreiche Persönlichkeiten – am liebsten vor einem schwarzen Hintergrund ab. So entstanden bereits Bilder von Johnny Depp (52), der Künstlerin Yoko Ono (83), der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai (18) oder Twitter-Gründer Jack Dorsay (39). Abosch arbeitet schnell und präzis. Ein Grund, warum er auch etliche vielbeschäftigte Geschäftsleute vor seine Linse bekommt. Wie zum Beispiel letzte Woche in Davos am WEF, für das er aus Dublin anreiste. 

Auf Wein folgt Deal

Ein Sujet, das aber zurzeit von sich reden macht, ist weder berühmt, noch reich, noch vielbeschäftigt – es ist eine Kartoffel. Aus biologischem Anbau, immerhin. Das Bild «Potato #345» schoss der Fotograf vor etwa sechs Jahren und hängte das 1,6 x 1,6 Meter grosse Kunstwerk bei sich Zuhause auf. Da wurde es während eines Nachtessens von einem europäischen Geschäftsmann entdeckt. Man habe «ein bisschen Wein getrunken», so Abosch gegenüber der «Sunday Times». Und nach einigen Gläsern mehr wollte der Geschäftsmann nur noch eins: das Kartoffel-Porträt! Einige Wochen später einigte man sich auf den Preis, 1 Million Euro.

Über diese Summe mag so manch einer den Kopf schütteln, doch wurden für Fotos auch schon höhere Preise erzielt. So gilt zurzeit Andreas Gurskys Werk «Rhein II» (ein Foto vom Deich an der Rheinallee in Düsseldorf-Oberkassel) als teuerste Fotografie der Geschichte: Es wurde im November 2011 beim Auktionshaus Christie’s in New York für 4,3 Millionen Dollar an einen Privatsammler verkauft und übertraf preislich Cindy Shermans «Untitled Nr.96», das ebenfalls bei Christie's einige Monate zuvor für 3,89 Millionen Dollar verkauft wurde. 

Betupft dürften sich jetzt aber vor allem die von Kevin Abosch porträtierten Stars fühlen, wenn man bedenkt, dass ein gewerblich genutztes Foto des Künstlers zwischen 150'000 und 500'000 Dollar kostet, ist es wenig schmeichelhaft, ausgerechnet von einer Kartoffel in den Schatten gestellt zu werden. 

Publiziert am 28.01.2016 | Aktualisiert am 28.01.2016
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15 Kommentare
  • Fredi  Oberholzer , via Facebook 28.01.2016
    Wahre Kunst ist....So eine Kartofell für 1 Million zu verkaufen und erst noch einen gefunden zu haben wo das Zahlt :-)
  • peter  Schaad 28.01.2016
    So weit sind wir in unserer Welt gekommen. Die einen müssen jeden Monat schauen, wie sie über die Runden kommen und die anderen zahlen nach ein paar Gläser Wein 1 Million Euro für eine Fotografie von einer Kartoffel.
  • Peter  Peter 28.01.2016
    @Stäubli
    Da haben Sie wohl mein Witzchen nicht verstanden. Ach Herrje, das ist doch klar. Wenn jemand für "diese Kunst" zahlen will, bitte. Kann er sich diesem Konstrukt fügen. Ist doch mir egal.
    @zaugg: Also bitte: Wenn Sie die Mona Lisa hinkriegen, dann Gratulation! Das ist für mich schon noch einen andere Liga von Kunst.
  • Rolf  Wittwer 28.01.2016
    Sogenannte Künstler und deren Händler sind die cleversten Abzocker unserer Zeit.
    Jene die ihnen folgen, die dümmsten Egomanen.
  • Hans  Grüter 28.01.2016
    Jaja, die lieben Künstler. Immer schön links sein und Geld vom Staat beziehen. Entweder in Form von Förderungsbeiträgen oder Sozialhilfe. Arbeiten ist total verpönt. Aber wenn der Erfolg einschlägt kriegt der Steuerzahler ja alles zurückgezahlt. Oder etwa nicht?