Politisches Modestatement Migranten auf dem Laufsteg

An der Fashionshow in Florenz überraschte ein Modedesigner mit aussergewöhnlichen Models. Er schickte drei afrikanische Migranten über den Laufsteg – um die Gesellschaft aufzurütteln.

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Diese Gesichter wurden noch nie geschminkt. Was sich hinter den Kulissen der «Pitti Uomo» (der Fashionweek in Florenz) ereignete, hat Seltenheitswert: Denn drei der Models sind afrikanische Flüchtlinge, die derzeit in Italien leben. 

Anlass zu dieser Aktion gab der von einer italienischen Ethik-Initiative («ITC Ethical Fashion Initiative») ins Leben gerufene Mode-Event «Generation Africa». Vier afrikanische Jungdesigner konnten während der renommierten Modewoche ihre neuste Kollektion zeigen.

So etwa Wale Oyejide (34), Modedesigner für das Modehaus «Ikiré Jones» mit amerikanischen und nigerianischen Wurzeln. Im Interview auf der New Yorker Medienplattform complex.com erklärt er die Wahl seiner Models: «Ich hoffe mit dieser Aktion der Gesellschaft zeigen zu können, was passiert, wenn ein Asylbewerber edle Kleidung trägt. Der Betrachter empfindet ihn plötzlich als gleichwertig, sieht den Menschen und nicht mehr den minderwertigen Flüchtling».

 

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Die drei Männer-Models aus Mali und Gambia sind seit Mai 2015 in Europa, zwischen 19 und 27 Jahren alt und mitten im Asyl-Aufnahmeverfahren der italienischen Regierung. Gründer der Ethik-Initiative Simone Cipriani (51) möchte den Migranten aber nicht nur mit einem einmaligen Event unterstützen, sondern hat auch ein «Training-Center» auf die Beine gestellt: Dort soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, in der italienischen Modeindustrie Fuss zu fassen. Aber vor allem auch, zurück in der Heimat, zum eigenen Business zu verhelfen. 

Publiziert am 22.01.2016 | Aktualisiert am 22.01.2016
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