Die neue Lockerheit Das trägt Frau diesen Sommer

Mode-Frühling und -Sommer machen auf Märchen. Designer wollen Frauen von allen stilistischen Zwängen befreien.

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Der Winter ist noch gar nicht richtig in die Gänge gekommen - und schon hängen die ersten Frühlings- und Sommerkollektionen für Frauen in den Läden. Designer entführen mit Trends wie Rüschen, Lingerie und Glitzer in eine mädchenhafte Märchenwelt.  

Allen voran Alessandro Michele (43), der seine zweite Kollektion für Gucci am Start hat - die meistbeachtete der neuen Saison. Seine Kleider erinnern an Trouvaillen aus dem Brockenhaus und an schüchterne Schülerinnen aus den 1970er-Jahren, die nicht wissen, wie gut sie trotz Hornbrille und Zahnspange aussehen.

Glitzer, Krönchen, Trainer

Bei Saint Laurent steht die junge Openair-Besucherin im Zentrum, die in Glitzerfummel und Gummistiefeln durch den Matsch stapft und sich zum Spass ein Diadem ins Haar steckt. Business-Mode und Minimalismus interessieren sie nicht.

Überhaupt steht Arbeit in der Fantasie der Modeschöpfer gerade ziemlich weit hinter Freizeit. So setzt sich kommende Saison der Siegeszug des Trainingsanzugs als Fashion-Statement fort. Chloé bringt eine Retro-Version in die Läden, wie sie ältere Semester früher im Turnunterricht trugen. Kostenpunkt: rund 1500 Franken.

Andere Brands wollen es ihren Kundinnen noch bequemer machen und setzen auf Négligés, Spitzenwäsche und Schlafbekleidung, die sich auf der Strasse tragen lassen.

«Ich habe mir überlegt: Wenn man ein Jahr reisen würde – was müsste man mitnehmen?», sagt Phoebe Philo (42), Chefdesignerin von Céline. Die sündhaft schönen Pyjama-Kleidchen des umschwärmten Pariser Labels sind wie geschaffen für Backpackerinnen (mit reichen Eltern), die damit tagsüber die Altstadt erkunden und abends im Kajütenbett der Jugendherberge schlummern.

Jugendliche Revolution auch für reife Frauen

Was hat das mit der Welt zu tun, in der sich ein Grossteil der Frauen bewegt? Nur sehr wenig. Die Modedesigner machen gerade, was sie am besten können: der Realität die kalte Schulter zeigen. 

Davon dürften auch Frauen profitieren, die das Teenager-Alter längst hinter sich haben, Kinder erziehen oder im Berufsleben stehen. Denn so ausgefallen die Looks der kommenden Frühlings- und Sommerkollektionen wirken mögen, sie senden auch eine klare Botschaft: Nehmts locker und lasst euch in nichts hineinzwängen!

Ein übergrosses Männerhemd als Kleid zur Arbeit tragen – warum nicht? Nur noch in flachen Schuhen ausgehen – kein Problem. Die Skinny-Jeans weicht weiten Hosen, an der Hüfte zusammengezurrt wie ein Kartoffelsack. Und wer gar keine Beine zeigen will, zeigt diesen Sommer Schultern. Eincremen nicht vergessen!

«Musik hören, Spass haben» ist Guccis Alessandro Micheles Motto für einen langen Arbeitstag im Atelier. Eines, das auch gut zum kommenden Mode-Frühling und -Sommer passt. Die neue Saison verspricht so verspielt zu werden wie ein Kindergeburtstag. Erwachsene können dort Spass haben – auch wenn sie nicht richtig dazugehören.

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Publiziert am 11.02.2016 | Aktualisiert am 11.02.2016
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