Designerkleider für das virtuelle Ich Pixel-Models gross in Mode

Luxuslabels wie Marc Jacobs oder Alexander McQueen designen Kleider für Avatare. Louis Vuitons aktuelles Kampagnenmodel ist eine Videospielfigur. Das zeigt, wie sich die Branche in den letzten Jahren verändert hat.

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Welcher Modefan träumt nicht von einem Schrank voll toller Designerkleider? Doch zwischen Traum und Wirklichkeit steht meist ein schlecht gefülltes Bankkonto.

Von solch materiellen Nöten befreit, geht es in der Welt der Pixel zu und her. Wer mit Hilfe der App Bitmoji einen Avatar von sich erstellt hat, kann ihn gratis mit Markenkleidern ausstatten. Bei den Entwürfen von Alexander McQueen, Diane von Fürstenberg, Marc Jacobs etc. handelt es sich um reale Stücke der Kollektionen, die in «Comic-Versionen» für die Bitmoji-Figuren umgewandelt wurden.

Das ist natürlich nur eine Spielerei, aber sie zeigt den Paradigmenwechsel in der Modebranche. Noch bis vor wenigen Jahren verweigerten sich viele Luxus-Labels der digitalen Welt. Sie wollten beispielsweise nicht, dass ihre Kleider online verkauft werden. Heute leihen sie ihre wertvollen Entwürfe sogar Comic-Figuren fürs Handy. Aber bei der Mode geht es letztendlich um Emotionen – und um Spass. Und beides ist mit den Designer-Bitmojis zu haben. 

Auch Louis Vuitton flirtet virtuell. Eines der aktuellen Gesichter des französischen Traditionshauses ist die Videospiel-Figur Lightning. Die makellose Schöne mit pinker Mähne stammt aus der Final-Fantasy-Reihe und modelt bereits das zweite Mal für Louis Vuitton. «Realität und Fantasie werden eins», erklärt Kreativdirektor Nicolas Ghesquière die Wahl. Und bringt damit auf den Punkt, was in der retouchierwütigen Modebranche schon lange gilt: Auch was als Realität verkauft wird, ist oft bloss Fantasie. Photoshop sei Dank.

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Publiziert am 17.03.2016 | Aktualisiert am 17.03.2016
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