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Wenn wir plötzlich älter aussehen, haben wir das Wasserstoffperoxid zu verdanken. (Simon Jarratt/Corbis)
Kluge Köpfe aus Deutschland und England haben herausgefunden, warum wir nicht ein Leben lang blond, brünett, schwarz- oder rothaarig blieben. Schuld ist Wasserstoffperoxid, das die Haare mit der Zeit ausbleicht.
Die auch als industrielles Bleichmittel bekannte Flüssigverbindung entsteht beim Stoffwechsel überall im Körper in kleinen Mengen, auch im Haar. Mit zunehmendem Alter werde es in den Haaren vermehrt gebildet und verhindere dort die Produktion des Farbpigments Melanin, schreiben die Forscher im Fachmagazin «The Faseb Journal».
Die Wissenschaftler zeigten, dass ein Enzym namens Katalase, das normalerweise Wasserstoffperoxid neutralisiert, in den Zellen im Alter nur noch in sehr geringer Konzentration vorkommt. Dadurch könne Wasserstoffperoxid die Funktion eines anderen Enzyms so stark behindern, dass kein Melanin mehr gebildet werde.
Insgesamt komme eine Kaskade in Gang, an deren Ende der allmähliche Verlust der Pigmente im gesamten Haar – von der Wurzel bis zur Spitze – stehe. Mit ihrer Arbeit liefern die Forscher laut eigenen Angaben auch Ansätze für eine künftige Therapie bei Pigmentstörungen der Haut. Melanin ist nicht nur für die Färbung der Haare, sondern ebenso der Haut und Augen verantwortlich. (SDA/gsc)