Fashion-Week Paris Da sehen wir schwarz

Im kleinen Dunkeln ist gut munkeln, sagen sich die Modeschöpfer und präsentieren in Paris einen Haufen Schwarzes. Ach ja, und wussten Sie eigentlich, dass man teure Designer-Schuhe auch mieten kann?

  • Publiziert: 04.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Farbig ist gut, doch Schwarz ist im nächsten Herbst und Winter das Nonplusultra. Und das in allen Variationen, sprich vom Minikleid bis zur Hosen-Blazer-Kombination.

Damit die Sache dabei nicht zum Einheitsbrei verkommt, legen die Labels Wert auf ausgefallene Details. Der südkoreanische Designer Lie Sang Bong zum Beispiel wartet mit Kragen und Ausschnitten auf, die auch Graf Dracula glücklich machen würden. Sein (leicht unterernährter) britischer Branchenkollege Gareth Pugh setzt auf transparente Stoffe und geometrische Prägungen.

Und wo wir schon von einem Briten sprechen: Die Landsfrauen von Pugh fahren auf ein neues Schuh-Geschäft ab – «Cinderella Me». Über diese Agentur können geneigte Damen über 1000 der teuersten High-Heels mieten, die die Welt zu bieten hat.

Anstatt umgerechnet also 1000 oder mehr Franken für ein Paar Manolo Blahniks oder Jimmy Choos zu bezahlen, berappt Frau nur zwischen 65 und 140 Franken – pro Woche. Der Preis variiert je nach Seltenheitswert der Schuhe. Insgesamt wird jedes Paar achtmal vermietet und danach verkauft. Nach jedem Tragen werden die «Stöggis» mit UV-Licht und Dampf gereinigt

Offenbar ein lohnendes Geschäft, und das nicht zuletzt dank der Rezession. «Cinderella Me»-Chefin Alexandra Hones in der «Sun»: «Die Zeiten sind immer noch hart, also suchen die Frauen Luxus ohne grosse Kosten.» Allerdings treten auch Männer als Mieter auf – weil sie ihren Herzensdamen damit eine Freude machen wollen. (gsc)

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