Mensch ärgere dich Diese Spiele haben eine Macke!

Schon wieder verloren, obwohl man doch so gut gezockt hat. Was für ein Frust! Der Trost für verärgerte Brettspieler: Vielleicht ist ja gar nicht der Spieler schuld, sondern das Spiel.

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«Die Zahl der Spiele, die Mängel aufweisen, ist nach wie vor auffallend hoch», ärgert sich der Schweizer Tom Felber. Und der ist immerhin Jurypräsident von «Spiel des Jahres», der weltweit wichtigsten Auszeichnung für Brett- und Kartenspiele.

Felber hat soeben die Nominierungsliste für den Titel «Spiel des Jahres 2015» vorgestellt (siehe Box). Sein Eindruck: «Trotz Spielboom und vieler guter Titel werden Spiele zu wenig sorgfältig bearbeitet und zu schnell auf den Markt geworfen.» Solche Mängel sind ärgerlich. Denn gerade Einsteiger werden sich nach dem Frust nicht mehr so schnell an den Spieltisch setzen.

BLICK nennt die vier häufigsten Probleme und zeigt aktuelle Beispiele.

Publiziert am 20.05.2015 | Aktualisiert am 20.05.2015

Unverständliche Regeln

«Viva Java» (27 Franken) ist eigentlich ein einfaches Würfelspiel rund um die beliebte Bohne. Doch die acht Seiten Regeln bleiben auch nach mehrmaligem Lesen unverständlich. Das Spiel ist daher schnell nur noch kalter Kaffee.

Ärgerliche Grafik

Nicht nur die Regeln können ein Spiel zum Verlierer machen, sondern auch die Grafik. Bei «Orongo» (40 Franken) sieht man auf dem Brett die Osterinsel, auf die man Plättchen legen muss. Optisch ist aber kaum erkennbar, ob auf einem Feld etwas liegt oder nicht. Zudem stört, dass die eigentlich niedlichen Plastikmüschelchen dauernd von den Feldern rollen.

Schwache Spielmechanik

Bei «Sultaniya» (48 Franken) ist nicht die Optik das Problem, sondern die Spielmechanik. Die Siegpunkt-Chancen sind total ungleich verteilt, da hätte die Redaktion nacharbeiten müssen. Allerdings bitte vor der Veröffentlichung.

Nachträgliche Änderungen

Sonst passiert das Gleiche wie bei «Da Luigi» (35 Franken): Der Verlag hat online nachträglich eine veränderte Regel aufgeschaltet, damit das Restaurant-Spiel nicht zu sehr auf den Magen schlägt.

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Die besten Spiele des Jahres 2015

«The Game»
Bei «The Game» (10 Franken) vom Nürnberger Spielkarten Verlag versuchen die Spieler gemeinsam, alle Karten mit Werten von 2 bis 99 abzulegen. Trotz weniger Regeln ist das Kartenspiel extrem spannend – nicht nur bei den ersten Spielen.

«Machi Koro»
Stadtplanung ist ein beliebtes Spielthema. In «Machi Koro» (20 Franken) von Kosmos baut man in 30 Minuten eine ganze Metropole auf. Und muss Entscheidungen von wirtschaft­licher sowie politischer Tragweite fällen. Schön: Jeder Spieler kann eine Strategie wählen, die zu ihm passt.

«Colt Express»
Eine Western-Parodie steckt in «Colt Express» (40 Franken) von Ludonaute. Es schiessen Marshals und Banditen aufeinander, allerdings nur auf Aktionskarten. Und die Getroffenen fallen höchstens vom Dach des dreidimensionalen Zuges aus Karton. Eine charmante Mischung aus Planung und Chaos.

Für Kenner und Kinder

Neben «Spiel des Jahres» verteilt die Jury am 6. Juli noch zwei weitere Titel. Nämlich «Kinderspiel des Jahres» und «Kennerspiel des Jahres». Auch hier gibt es jeweils drei Nominierte. Bei den komplexeren Kennerspielen sind dies: das Zauber-Stichspiel «Broom Service», das mystisch-taktische Kartensammeln bei «Elysium» und das mittelalterliche Händlerspiel «Orléans». Für die Kleinen steigen das Geschicklichkeitsspiel «Push a Monster», das temporeiche Sammeln in «Schatz-Rabatz» und das klassische Würfel-Laufspiel «Spinderella» ins Rennen. Weitere Infos und in jeder Kategorie eine Liste mit weiteren Empfehlungen findet man auf der Webseite von «Spiel des Jahres».

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1 Kommentare
  • Daniel  Brecht 20.05.2015
    Ein Bekannter besitzt die Original-Version von Viva Java, das Brettspiel. Er meinte das sei so kompliziert, dass er es bislang noch nie gespielt hat, weil man zu lange brauche überhaupt die Regeln zu verstehen. Vielleicht mal was für einen 2-wöchigen Urlaub und wüstem Wetter sei es, sonst sei er massiv vom Kickstarterprojekt enttäuscht. Die Einschätzungen dieses Spieleexperten den Blick hier zitiert kann man als Ernst nehmen.