Wer die Wahl hat…

  • Publiziert: 18.02.2007, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Barbara Schlup

Ich quäle mich gerade durch duzende Informationsmappen und Unipages. Aus unzähligen Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten darf ich mir meinen Studiencocktail zusammenstellen. Aber alleine schafft man es kaum, da durchzublicken.

Nachdem ich die Übersicht im BIZ (Berufsinformationszentrum) über alle möglichen und unmöglichen Ausbildungswege schon längst verloren hatte, vereinbarte ich einen Termin beim Profi. Das hilft bestimmt! Dachte ich. Fälschlicherweise.

Denn von Anfang an war in der Sache der Wurm drin: Erstens erreichte ich den Berufsberater vor dem Fragebogen, den ich eigentlich schon Wochen zuvor zurückgeschickt hatte. Ämter! Eine spontane Rekonstruktion dieser Informationen gelang mir dann mehr schlecht als recht. Aber immerhin brachte ich es fertig, alle Studienrichtungen aufzuzählen, über die ich mich informieren wollte. Darauf ist der Berater prompt – wenn auch etwas allgemein eingegangen.

Und das ist Punkt zwei. Er hat mir nämlich mitgeteilt, dass: «…es egal ist, was Sie (damit meinte er mich) studieren.» Denn: «Wissen Sie, mögliche Berufsfelder werden bei geisteswissenschaftlichen Studienfächern eigentlich überall die gleichen angegeben. Und eine Stelle zu finden ist sowieso SEHR schwierig…». – Es folgt das Vorlesen aus der Statistik für arbeitslose Uniabgänger. Aber: «Das ist ja heute überall so, gäledsi!»

Leider weiss ich trotz Gespräch mit Fachperson noch immer nicht, was mich erwartet, wenn ich mich nun dazu entscheide, dies oder jenes zu studieren. Ich kenne nicht die Vorteile und auch nicht die Haken der einzelnen Studiengänge. Das war aus dem Typen einfach nicht rauszukriegen. Bilanz: Die ganze Übung hätte ich mir sparen können, denn ich habe nicht mehr Durchblick als vorher! Was ich mir erhofft hatte waren konkrete Infos zum Thema Studium und «Beruf danach». Was ich nun weiss ist, wie gross die Chance ist, mal arbeitslos zu werden. Für fast zwei Stunden Beratungsgespräch etwas mager. Gäledsi?

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